Filmtipp: Iron Man 2 (2010)

Geschrieben von Olaf Lux am Mittwoch, 19. Mai 2010 um 20:01 in Film
Warum war Iron Man eigentlich so erfolgreich, war es doch nichts weiter als ein weiterer Superheldenfilm in einer Zeit, in der es (fast) nichts anderes zu sehen gibt. Superman, Batman, Spiderman, Hulk, X-Men, Fantastic Four, Hellboy, Punisher, Blade, um nur einige zu nennen, von denen es bereits mehrere Ableger gibt. Dazu noch Daredevil, Catwoman, Spawn, Watchmen, Hancock, Spirit, Phantom, Elektra, Ghostrider….

Ich glaube, Iron Man war so erfolgreich, weil die Entstehungsgeschichte des Helden so cool war. Da ist dieser smarte aber doch fast unsympathische weil total eingebildete Waffenproduzent, der sich plötzlich in Gefangenschaft wiederfindet und sich dann diesen groben, coolen Kampfanzug schmiedet, um den Bösen den Arsch zu versohlen. Das kam irgendwie gut rüber.

Nur leider gibt es in Iron Man 2 keine Entstehungsgeschichte mehr, denn den Anzug, den Helden gibt es bereits, es ist sogar mittlerweile bekannt, wer dahinter steckt, und Robert Downey Jr. verkörpert diesen exzentrischen, völlig von sich eingenommenen Typen sehr treffend. Jetzt will das Militär ihn dazu zwingen, den Anzug rauszurücken, damit eine US-Armee von Eisenmännern erschaffen werden kann. Aber er will nicht. Er ist DER Iron Man, da soll’s keine anderen geben.

Aber Moment: da kommt dann Mickey Rourke ins Spiel, der Bösewicht des Films. Und siehe da, da haben wir auch wieder unsere coole Entstehungsgeschichte, nämlich die des Schurken, wie er sich seinen eigenen Anzug zusammenschraubt, um sich an Iron Man zu rächen, weil dessen Vater mit seinem Vater und Konkurrenz und ausgebootet und so weiter ist ja auch egal. Jedenfalls bringt Mickey Rourke ebenso viel Präsenz und Kraft auf’s Zelluloid wie unser Held, und die Kämpfe der beiden kommen auch ziemlich

Filmtipp: Watchmen – Die Wächter (2009)

Geschrieben von Olaf Lux am Sonntag, 27. September 2009 um 20:28 in Film
Ein Superheldenfilm - na toll! Mal was ganz neues.

Ehrlich gesagt kann ich es nicht mehr sehen. Jeder, aber wirklich jeder Superheld wird in sein buntes Kostümchen gesteckt und vor die Kamera gezerrt, selbst so lächerliche Figuren wie Thor, Wonder Woman oder Grüne Laterne kriegen ihren Blockbuster - und die Leute gehen auch noch scharenweise rein, so dass die Filmbosse glauben Oho, Superhelden-Filme sind total beliebt, da müssen wir noch mehr von machen! Also können wir sicher sein, in den nächsten Jahren weiterhin mit Comic-Verfilmungen genervt zu werden, schließlich gibts ja noch Elastoman, Phantom Lady und Oskar die Supermaus. Und und und...

Dann kam Watchmen.

Was soll ich sagen - neben Sin City und 300 einer der besten Comic-Verfilmungen überhaupt. Doch wo erstere durch ihren Stil und die ausgefallene Präsentation glänzten, wirkt Watchmen durch seine total abgedrehte, geniale Story. Und natürlich durch die Superhelden - die eigentlich gar keine sind...

Ohne zuviel zu verraten: wie die Helden in Watchmen portraitiert werden ist schlichtweg brillant. Ebenso die visuelle Darstellung, die zwischen unfreiwillig komisch und absichtlich abgekupfert schwankt, dabei nicht selten die Grenzen der Karikatur austestet und manchmal sogar überschreitet. Die Super-Fähigkeiten halten sich dafür angenehm zurück - natürlich. Vom Großen Schlumpf mal abgesehen, aber dazu später. Dazu genug futuristische Gadgets, um den visuell Fixierten etwas zu bieten, genug knappe Latex-Suits, um den sexuell Fixierten zu befriedigen und genug ansehnliche Spezial-Effekte für das dicke Ende...ääh...große

Mel-O-Graphic: Kaufhaus Hagemeyer komplett neu!

Geschrieben von Olaf Lux am Sonntag, 26. April 2009 um 11:16 in Mel-O-Graphics
Jawohl, nach monatelangen Umbau-, Renovations- und Dekorationsarbeiten erstrahlt das Kaufhaus Hagemeyer in Minden in neuem Glanz. Und das Besondere - während der gesamten Umbauphase blieb das Haus geöffnet. Wohl gemerkt, es wurden komplette Abteilungen umgesiedelt, das Nachbargebäude eingerissen und ein neuer Anbau errichtet, neue Rolltreppen installiert, die Gastronomie aufs Dach verschoben, alles neu strukturiert, dekoriert und ausprobiert.

Dass das nicht immer angenehm für die Mitarbeiter war, kann man sich vorstellen.
"Mehr Explosionen!"
Dreck und Lärm, Schutt und Staub, genervte, orientierungslose Kunden, müffelnde, hinterherpfeifende Bauarbeiter tagein tagaus. Aus diesem Frust heraus entstand wohl nebiges Mel-O-Graphic (bitte mit dem Cursor über das Bild gehen).
Hier fällt der Umbau dann etwas radikaler aus, als der Geselle offensichtlich den falschen Draht erwischt hat. Das Schild "Baustelle Hagemeyer" bleibt als einziges stehen. Dass das eher die Anfangsszene aus Lethal Weapon 3 ist, übersehen wir mal großzügig, schließlich wird hier keine Bombe entschärft, sondern ein Gebäude kontrolliert zum Einsturz gebracht. Die Nachbargebäude bleiben unversehrt stehen.

Betrachtet man jedoch das neue Kaufhaus Hagemeyer, hat man tatsächlich den Eindruck, es wurde komplett gesprengt und neu gebaut. Wirklich sehr gut gelungen der Neubau, klasse Optik, helle Räume, gemütliche Ecken zum Verweilen, kleine Cafés auf jeder Etage. Natürlich gibt es die ewig gestrigen, die sich beschweren, man würde nichts wiederfinden. Aber den meisten Leuten gefällt es, und es bleibt zu hoffen, dass Mindens Innenstadt durch diesen Anstoß wieder etwas attraktiver wird und noch weitere Projekte folgen.

Filmtipp: Hellboy – Die goldene Armee (2008)

Geschrieben von Olaf Lux am Donnerstag, 26. Februar 2009 um 21:45 in Film
Hellboy - Die Goldene Armee hat das Problem, das oftmals 2te Teile brillanter Filme ereilt - man will den Erstling um jeden Preis toppen, hat aber nur 90min Zeit dazu. Was meistens dazu führt, dass der 2te Teil zuviel versucht und zuwenig schafft. Außerdem fehlt das Überraschungsmoment, da man im Grunde Figuren, Plot und Idee bereits kennt und lediglich ein weiteres Abenteuer zu erwarten hat.

Dennoch vermag Guillermo del Toro mit Hellboy 2 eine kurzweilige, opulente und augenzwinkernde Comic-Verfilmung abzuliefern, die vor allem durch ihre Visualität punktet. Tolle Tricks, abwechslungsreiche Sets, coole Gadgets - man hat eigentlich immer etwas zu sehen und zu entdecken. Trotzdem ertappt man sich dabei, bei diversen Szenen unwillkürlich an Indiana Jones, Herr der Ringe oder Pans Labyrinth zu denken. Klar sieht der Böse wie ein leicht vernarbter Legolas aus, sicher könnte der Trollmarkt auch ein Stadtteil von Coruscant aus Star Wars sein, und dass Cathedralhead irgendwie Ähnlichkeit mit dem Kinderfresser aus Pans Labyrinth hat bleibt unbestritten. Aber was solls, Hauptsache der Film macht Spaß.

Und das macht er, denn die coole zynische Art Ron Perlmans kommt einfach schön rüber. Nichts kann ihn wirklich schocken, weder Millionen Zahnfeen, noch deutsche Protoplasma-Kollegen oder gar die zickige Freundin Selma Blair. Sehr gelungen auch die Vorgeschichte mit dem jungen Hellboy, ansprechend erzählt und liebevoll umgesetzt. Der Aspekt der Enthüllung Hellboys durch die Öffentlichkeit kommt leider etwas kurz, aber wie gesagt, wie will man das alles in 1 1/2 Stunden packen, wenn es noch um den halben Erdball zu reisen und

Tod eines Panzerknackers

Geschrieben von Olaf Lux am Montag, 23. Februar 2009 um 21:12 in Literatur
Aus Langeweile habe ich mir mal wieder ein paar alte Lustige Taschenbücher von Walt Disney hervorgekramt, von denen sicher jeder noch irgendwo einige rumfliegen hat, wenn er sie nicht bereits seinen Neffen, Nichten oder Enkeln vermacht oder auf dem Flohmarkt versilbert hat.

Ich lese also alte Abenteuer von Donald und seinen Neffen Tick, Trick und Track, gehe mit Onkel Dagobert im Geldspeicher tauchen und mit Micky und Goofy auf Safari, mache Reisen um die ganze Welt und durch die ganze Zeit - und was muss ich da plötzlich sehen?

Den Tod eines Panzerknackers!

Ich war eigentlich fest davon überzeugt, dass es so etwas bei Disney nicht gibt. Ok, bei Schneewittchen fällt die böse Hexe am Ende in den Abgrund. Aber das basiert ja auf einem Märchen. Bei ureigenen Disney-Geschichten kann ich mich an das Thema Tod überhaupt nicht erinnern, speziell nicht in den Lustigen Taschenbüchern. Ebenso wie es keinen Sex oder Beziehungen gibt, es gibt keine Eltern, nur Onkel und Tanten, keine Eheleute, nur Cousins und Vettern, die zwar miteinander flirten und umeinander buhlen wie Donald und Gustav um Daisy, aber kriegen würden sie sich nie. Und es stirbt auch keiner, auch wenn Onkel Dagobert mittlerweile an die 150 Jahre alt sein müsste, er altert nicht und wird sicher noch weiterhin guter Dinge sein, wenn unsereins schon lange den letzten Taler abgegeben hat...

Oh, Käptn mein Käptn...
Doch hier, im LTB Nr. 72 "Viel Lärm um Donald", sehe ich es plötzlich schwarz auf weiß (damals waren immer 2 Seiten farbig und 2 Seiten sw, wohl um Kosten zu sparen). Hier sehen wir Onkel Dagobert als Piraten-Kapitän, wie er einen seiner Matrosen, bestehend aus Panzerknackern, über die Planke schickt. Und nicht so zum Spaß, dass dieser ins Wasser fällt PLATSCH PRUST HIHI alles wieder gut. Nein, man sieht deutlich, wie Dagobert ungeduldig befiehlt, die Planke einzuholen, der arme Bursche verschwindet schreiend in den Fluten, gefolgt von einem hungrigen Haifisch. Das wars, im nächsten Bild blafft Dagobert schon den nächsten Befehl. Kein Kommentar, kein klärendes Bild - der Panzerknacker ist tot. Nicht dass mich das schocken würde, ich war nur überrascht. Sollte das in politischen Kreisen publik werden, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Lustige Taschenbücher auf den Index kommen und verantwortlich gemacht werden für Jugendgewalt und Amokläufe.

Auf jeden Fall werde ich die nächsten LTB etwas genauer betrachten... Bitte mit dem Cursor über das Bild gehen

Mel-O-Graphic: Radikal Reduziert

Geschrieben von Olaf Lux am Freitag, 30. Januar 2009 um 16:27 in Mel-O-Graphics
Es kommt die Zeit des WSV - des Winterschlussverkaufs - und auch im Kaufhaus Hagemeyer purzeln die Preise. Viele gehen nun erst los und suchen nach Wintersachen in der Hoffnung, ein Schnäppchen machen zu können. Was jedoch verwundert ist die hartnäckige Naivität, die die meisten Leute mitbringen, und die sich in Äußerungen widerspiegeln wie Sie haben ja überhaupt keine Auswahl! oder Das ist aber immer noch so teuer! Vermutlich gehen viele Konsumenten davon aus, dass die Einzelhändler extra zum Saisonende nochmal teuer ihre Lager füllen, um die Ware dann praktisch umsonst zu verschenken.
Geschenkt ist noch zu teuer


Nein, liebe Leute, verabschiedet Euch von diesem Irrglauben. WSV bedeutet, es wird das günstiger abverkauft, was von der Saison noch übrig gebleiben ist. Und was bleibt im Allgemeinen liegen? Richtig, die Ware, die kein vernünftiger Mensch zum normalen Preis kaufen wollte. Die Ware in den unbeliebtesten Farben und den unwahrscheinlichsten Größen. Die Ware mit kleinen Fehlern oder einfach hässlichem Schnitt.

Nun sollte man ja meinen, wer nicht so viel Geld hat, dem ist im Prinzip die Farbe egal, hauptsache die Jacke hält schön warm oder der Schuh ist bequem. Pustekuchen, da zetert der kleine dicke Bewegungslegasteniker herum, weil er am Ende der Saison nicht mehr die teure Markenjacke in genau seiner (Über-)Größe in seiner Lieblingsfarbe zum halben Preis bekommt. Und die Dame im teuren Nerzmantel findet, dass die Bluse, die bereits 70% günstiger ist, aber immer noch viel zu teuer ist. Und wieder ein anderer meckert, wieso die Badehose nicht auch reduziert ist, schließlich kann man im Winter auch baden gehen.

Das heutige Mel-O-Graphic zeigt dann auch solch einen Kunden, den ein 95%iger Rabatt nicht genügt. Die Verkäuferin (unschwer zu erkennen, meine Frau) ist da natürlich mit Recht verwundert. Bitte mit dem Cursor über das Bild gehen

Mel-O-Graphic: Der verspätete Ski-Helm

Geschrieben von Olaf Lux am Samstag, 17. Januar 2009 um 14:24 in Mel-O-Graphics
Selbst in einem Kaufhaus wie Hagemeyer in Minden kann es zuweilen vorkommen, dass einmal kein Kunde durch die Sportabteilung streift, dass keine Ware ausgepackt oder umdekoriert werden muss - dass man eine Minute Zeit für sich hat.

Und bei eben dieser Gelegenheit bricht dann die künstlerische Ader meiner Frau durch - sie muss dann einfach kreativ werden. Doch was tun, wenn Pinsel, Leinwand oder Zeichenblock fern sind? Richtig, das nächstbeste Stück Papier hergesucht, einen Bleistift zur Hand und los gehts.

So entstehen oft kurzweilige, luxige, vielsagende und pointierte Momentaufnahmen, die nicht selten einen Bezug zu dem Beruf des Sportfachverkäufers aufweisen.

So z. B. das Mel-O-Graphic: Der verspätete Skihelm (bitte mit dem Cursor über das Bild gehen)

Besser arm dran als Kopf ab
Hier sieht man einen Kunden nach dem letzten Ski-Urlaub, wie er sich nach Helmen erkundigt - etwas spät. Das Tragische an der Geschichte - seit Jahren versuchen meine Frau und ihre Kollegen vergeblich, den Ski-Urlaubern die Wichtigkeit eines Ski-Helmes darzulegen, doch es muss erst ein bekannter Politiker mit einer armen Frau zusammenstoßen, damit wirklich ein Bewusstsein für sowas entsteht. Tatsache ist, nach dem Unfall in den Medien kauften die Leute wie doll und verrückt Ski-Helme, bei Hagemeyer gibt es schon fast keine mehr und die Hersteller melden bereits Lieferschwierigkeiten. Tja, scheinbar muss man seinen Kopf erst unterm Arm tragen, bevor man merkt, dass man ihn braucht.

Naja, besser spät als nie...

Filmtipp: The Dark Knight (2008)

Geschrieben von Olaf Lux am Sonntag, 31. August 2008 um 14:17 in Film
Dass The Dark Knight an der Kinokasse brummte, war nach dem grandiosen Batman Begins ja vorherzusehen. Und eigentlich konnte man ja nichts falsch machen, waren doch (fast) alle Darsteller wieder dabei - was bei Batman ja nicht immer der Fall ist. Christian Bale ist für mich DER Batmandarsteller überhaupt, Michael Caine als Alfred fantastisch, Morgan Freeman als hauseigener Q eigentlich überflüssig aber ganz witzig, Gary Oldman als Inspektor Gordon wundervoll besetzt. Katie Holmes wurde leider durch Maggie Gyllenhaal ersetzt, die von Typ her völlig anders rüberkommt. Ansonsten taucht in jeder Nebenrolle ein bekanntes Gesicht auf, sei es Eric Roberts, William Fichtner oder Michael Jai White. Hinterlässt ein bisschen den Eindruck Wir wollen alle mal in nem Batman mitspielen, gib mir mal ne Rolle. Hmm...

Tja, und dann die Schurken. Cillian Murphy darf als Scarecrowe nochmal durchs Bild laufen, Aaron Eckhart spielt einen tollen Harvey Dent/Two-Face und Heath Ledger als Joker - nun ja. Bin ich jetzt ein Spielverderber, wenn ich sage: solide, aber nicht mehr. Sich die Haare zottelig wachsen lassen, Narben und Schminke drüber und ein bisschen Sabbern beim Kichern und Sprechen - ich fand das jetzt nicht oscarverdächtig. Ohne Frage gut und fies und schurkig, durchgeknallt und diabolisch, okay. Aber ich glaube, wenn Heath Ledger noch leben würde, sähen auch andere nur eine Rolle in dem Joker. So ist es jetzt DIE Rolle seines Lebens - es sei ihm gegönnt.

Erfreulich ist die Überlänge des Films, sodass die komplexe Story ohne verwirrende Sprünge und Kürzungen erzählt werden kann. Erfreulich auch die FSK 16, ein Batman für Erwachsene halt. Mord und Tod wird allerdings ziemlich belanglos hingenommen, und wo bei einem Rambo sogleich jemand die Getöteten zählen und hochhalten würde, geht man hier

Filmtipp: Ghost Rider (2007)

Geschrieben von Olaf Lux am Montag, 18. August 2008 um 18:13 in Film
Und noch eine Marvel-Comic-Adaption fürs Kino. Und was hat Ghost Rider nicht schon für Häme und Schelte geerntet. Doof, langweilig, albern, Nicolas Cage. Kann ja nix werden. Hmm, wir haben uns den Film jetzt angeschaut und ich finde - ordentliche Action-Unterhaltung mit tollen, neuen Effekten und durchaus treffender Besetzung. Nicht mehr und nicht weniger.

Überhaupt Nicolas Cage. Warum hacken die eigentlich so auf ihm rum in letzter Zeit? National Treasure 1 + 2 sehr unterhaltsam, Next innovativ und tolle Idee, Tricks eine Paraderolle. Also, ich mag ihn, auch wenn er immer ein bisschen weinerlich schaut. So ist er nunmal. Man wirft ja auch Peter Falk nicht vor, dass er schielt. Und dass er jetzt den Ghost Rider spielt...immer noch besser als Superman... Also Cage jetzt, nicht Falk.

Worum gehts: Johnny Blaze (Nicolas Cage) verkauft seine Seele dem Teufel (Peter Fonda), um seinen Vater vor dem Krebs zu retten, doch der Teufel spielt unfair. Nun wartet Johnny seit Jahren darauf, dass der Teufel seine Seele einfordert, dabei vertreibt er sich und der Welt die Zeit mit waghalsigen Motorradstunts, bei denen selbst Evel Knievel die Haare zu Berge gestanden hätten, hätte dieser nicht einen Helm getragen. Selbst fieseste Stürze überlebt er ohne Kratzer, wohlwissend, dass der Herr der Finsternis ihm Freifahrt gewährt, bis dieser ihn braucht. Nun, und diese Zeit ist gekommen, als einige Jungteufel sich selbständig machen wollen und Angst und Schrecken und so weiter, man kennt das. Also schlägt Papa Teufel Johnny einen neuen Deal vor: Du wirst mein Seeleneintreiber sprich Ghost Rider, dafür kriegst Du deine eigene Seele

Filmtipp: Bee Movie – Das Honigkomplott (2007)

Geschrieben von Olaf Lux am Samstag, 14. Juni 2008 um 13:13 in Film
Oje, jetzt gibt es Probleme. Denn die Bienen haben herausbekommen, dass wir Menschen Honig essen. Honig, der natürlich von Bienen produziert wird. Und zwar von Bienen, die in Gefangenschaft gehalten und betäubt werden. Eine grobe Verletzung der Bienenrechte. Und daher macht sich die Biene Barry B. Benson auf, die Menschheit zu verklagen.

Eine an sich witzige Idee, doch der Bee Movie vermag nicht so richtig zu stechen. Ok, Sting im Zeugenstand zu bezichtigen, sich ungefragt nach dem Bienenstachel zu benennen, haha, aber was hat Ray Liotta mit Honig zu tun? Nein, ich finde nach Shrek oder Die Unglaublichen ist Bee Movie eindeutig ein Schritt zurück Richtung Das Große Krabbeln und Biene Maja. Neben all der schönen Animation, den lustigen Bienen in Ihren gestreiften Pullovern und der beeindruckenden Bienenstock-Rundfahrt fehlt irgendwo der Witz zwischendurch. Bis auf wenige Ausnahmen sehen die Menschen alle gleich aus und sind sehr undifferenziert dargestellt. Z. B. kann man nicht erkennen, ob Vanessa ein Mädchen, eine Jugendliche oder eine erwachsenen Frau ist, oder ob Ken ihr Vater, Freund oder Tennislehrer sein soll. Wirkliche Lacher haben nur der

Filmtipp: Blueberry und der Fluch der Dämonen (2004)

Geschrieben von Olaf Lux am Dienstag, 25. März 2008 um 19:02 in Film
Die Leutnant Blueberry Comics zählen zu den besten Western-Comics überhaupt. Erstmals wurde der Wilde Westen wirklich wild, dreckig und unromantisch dargestellt, der Held war kantig und rauh. Als Vorlage musste übrigens kein geringerer als Jean-Paul Belmondo sein markantes Konterfei herhalten, was in den ersten Comics auch noch recht gut zu erkennen ist. Später schliff sich das Gesicht ein und entwickelte sozg. ein charakterliches Eigenleben.

Bemerkenswert war auch die realistische Darstellung der Indianer als echte Menschen mit Bedürfnissen, Ängsten, Familie und Tradition. So differnziert sollten sie erst wieder in Der mit dem Wolf tanzt auftauchen.

Der Film Blueberry von Jan Kounen (Dobermann) mit Vincent Cassel in der Titelrolle nimmt sich auch genau diesen Themas an, überspitzt das Ganze jedoch auf die mystische Ebene der indianischen Schamanen- und Zauberkunst. Schon immer sprach man den Indianern Fähigkeiten im Umgang mit der Natur zu, die weit über das Können eines Bernhard Grzimek hinausgehen. Sie konnten mit Tieren reden, in die Zukunft sehen, das Wetter verändern und ihren Körper verlassen, um in Visionen in Kontakt mit ihren Göttern zu treten. Oder mit ihren Dämonen.

Blueberry wird als Jüngling nach einer Schießerei von Indianern in der Wüste gefunden, aufgepäppelt und indianisch erzogen. Er ist sich also deren Kräfte durchaus bewusst, als er Jahre später als Marshall einer dreckigen Kleinstadt dient und sich plötzlich seinen eigenen Dämonen stellen muss - in Form von schatz- und weisheitsuchenden Ganoven, angeführt von einem herrlich diabolischen Michael Madsen. Für Romantik sorgt

Filmtipp: Spiderman 3 (2007)

Geschrieben von Olaf Lux am Freitag, 14. Dezember 2007 um 21:27 in Film
Muss ich auch hierzu was schreiben? Na gut, ich hab mir vorgenommen, zu jedem Film, den ich mir anschaue, eine kleine Kritik zu verfassen. Und vielleicht gibt es ja tatsächlich noch jemanden, der Spiderman 3 noch nicht gesehen hat und nicht weiß, ob und wie und überhaupt...

Vorneweg - der Film ist sehr unterhaltsam. Macht allerdings mehr Sinn, wenn man Spiderman und Spiderman 2 schon gesehen hat. Als Abschluss der angekündigten Trilogie bezieht sich der Film natürlich auf die beiden Vorgänger was Darsteller, Figuren, Plot und Handlung angeht. Ich bezweifele allerdings, dass es keinen 4ten, 5ten... Teil gibt, schließlich weist das Spiderman-Universum noch einige interessante Schurken und Handlungsstränge auf.

Spiderman 3 übernimmt hier im Wesentlichen die Stories um den Sandmann und um Venom, eine Art böser Spiderman, der aus der Symbiose eines Rivalen Peter Parkers und einem außerirdischen Wesen hervorgeht. Darüberhinaus wird der übergreifende Plot um Peter und seinen Freund Harry, sowie die Liebesgeschichte zu Mary Jane weitergeführt. Und damit es interessanter wird, hat man noch Peters zweite große Liebe Gwen Stacy eingebaut.

Die Effekte des Films sind phantastisch. Vor allem die Verwandlung eines Menschen in ein Wesen aus Sand ist toll. Man überlegt sich schon, wie man bloß einen Gegner bekämpfen soll, der aus Milliarden Sandkörnchen besteht, die sich zu jeder beliebigen Form zusammensetzen können.
Auch die Umsetzung von Venom, eines der gruseligsten Marvel-Monstern überhaupt, ist sehr gut gelungen. Allein das riesige Raubtiermaul flößt Angst ein. Und als die beiden sich dann noch zusammentun, um Spidey den Garaus zu machen, braucht unser Superheld doch tatsächlich selbst Hilfe...

So, mehr wird nicht verraten - nachher hat da wirklich einer den Film noch nicht gesehen...

Olaf

Filmtipp: Die Simpsons - Der Film (2007)

Geschrieben von Olaf Lux am Freitag, 30. November 2007 um 15:38 in Film
Nun, entweder man mag die Simpsons oder man mag sie nicht. Und wer sie nicht mag, sollte sich den Film auch nicht anschauen. Ich meine, manchmal versuche ich ja, einen Film durch meine kleine Kritik interessant zu machen, so dass sich vielleicht auch jemand anderes mal überlegt, ihn sich anzuschauen, auch wenn er sich nicht primär zur Zielgruppe zählt. So, wie bei jedem neuen Star Trek-Kinofilm behauptet wird, das man explizit nicht nur die Fans, sondern das gesamte Publikum ansprechen will - was dann meistens in die Hose geht. Die Fans sind enttäuscht, und die anderen gehen trotzdem nicht rein.

Nun, Die Simpsons - Der Film ist eindeutig nicht für die breite Masse produziert, sondern für Fans der gelben Durchschnitts-Amerikaner. Und da wir uns durchaus dazu zählen, haben wir das Kinoabenteuer von Homer, Marge, Bart, Lisa und Maggie sehr genossen. Eigentlich ist es nur eine schöne lange Simpsons-Folge, ohne Schnickschnack und überflüssigen optischen Neuerungen. Stil, Aussehen und Darstellung ist wie gewohnt brillant schräg, der Humor genial morbide, und dennoch wurde ein für das Genre epischer Plot gestrickt, in dem es um nichts geringeres geht als das Fortbestehen der Kleinstadt Springfield, der Vertreibung und Umsiedelung der Familie Simpson nach Alaska, die Trennung von Marge und Homer und die Adoption Barts durch Ned Flanders, diddely-doo. Also undenkbare Zustände im Hause Simpson, deren Lösung allein abhängt vom Mut, Engagement und der Weisheit von - Homer! Au weia...

Sie alle haben ihren Auftritt - von Ichy & Scratchys furioser Eröffnungssequenz, über Barney, Moe, Ned, Millhouse und wie sie nicht alle heißen. Einziger Wermutstropfen - der vergleichsweise geringe Part von Mr. Burns und

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"Um etwas sauberzumachen, muss etwas anderes dreckig werden."
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