Urlaub 2008 - Türkei

Geschrieben von Olaf Lux am Sonntag, 18. Mai 2008 um 19:54 in Tagebuch
Jawohl, wir waren im Urlaub. 11 Tage Türkei. Vollpension. Bei Muttern. Über zuwenig Essen können wir uns also nicht beklagen :-).

Aber übers Wetter. Denn als in Deutschland der Frühsommer ausbrach und die Menschen in die Biergärten strömten, legten wir uns noch eine Decke über und schalteten den Heizlüfter hoch. Schade, schade, aber ich sag immer: Besser zu kühl als zu heiß. Was anziehen kann man immer, was ausziehen nicht. Also machten wir uns warme Gedanken, rückten noch etwas näher und genossen die türkische Gastfreundschaft.

Çardak war unser Feriendomizil, ein Ortsteil von Lapseki in der Nähe der Stadt Çanakkale. Das ist bei den Dardanellen, wo es vom Ägäischen Meer ins Marmarameer geht, gegenüber von Gallipoli. Grüne Landschaften, weite Blicke über die Meerenge, große Pötte und kleine Frachter tuckern vorbei, die Fähre sorgt für regen Verkehr, und dennoch keine Touristen und türkisches Landleben, wie es wirklich noch ist. Inklusive Muezzin, der Dich jeden Morgen um 5.00 Uhr aus den Träumen betet.

Ein interessantes, freundliches Völkchen, dessen Sprache mir wohl für immer ein Rätsel bleiben wird, obwohl ich mir Mühe gebe, doch es gibt so wenig Gemeinsamkeiten, intuitives Lernen oder Herleiten von Wörtern ist nahezu unmöglich. Da hilft nur auswendig lernen: Merhaba, Güle Güle, Seni seviyorum - was braucht man mehr. Mit Englisch kommt man manchmal weiter, aber eher trifft man auf Leute, die perfekt Deutsch sprechen und einem mal eben ihre Lebensgeschichte erzählen - wirklich witzig. Und wenn man dann sagt, man sei aus Minden - kenn ich, da habe ich auch schon mal gewohnt und gearbeitet. Die Erde ist ein Dorf.

Fasziniert bin ich ja vom Verkehrssystem, das so gut wie ohne Eisenbahn auskommt. Man fährt fast überall hin mit dem Bus, oder eher noch mit dem Dolmuş, was soviel bedeutet wie voll. Und so ist es auch, sobald der Bus voll ist, fährt er los. Und der nächste

Die Eiszeit beginnt

Geschrieben von Olaf Lux am Dienstag, 29. April 2008 um 19:36 in Allgemein
Die Sonne scheint, die Mücken zwicken - das ist die richtige Zeit zum...Eisessen, richtig.

Wir haben das Glück, eine hervorragende Eisdiele in unserer Stadt zu haben, die zwar offiziell den Namen Eiscafé Venezia trägt, bei Stammkunden jedoch nur als Franco bekannt ist, was jedoch keinerlei politische Anspielung sein soll, sondern lediglich auf den Namen des Chefs abzielt. Franco liegt ein wenig außerhalb, man kann direkt davor parken, und so hat es sich zu einem beliebten Ausflugsziel für Radfahrer und Spritztourer entwickelt.

Dies soll jedoch keine Werbeanzeige für eine spezielle Eisdiele sein, vielmehr wollte ich ein wenig über das Eisessen überhaupt philosophieren. Wenige werden sich darüber Gedanken machen, aber es gibt ein paar Tricks, die den Eisgenuss steigern können, sowie einige Besonderheiten, die gerade mich selbst betreffen.

Zum Ersten sollte man eine freundschaftliche Beziehung zu den Leuten herstellen. Immer nett grüßen, lächeln, plaudern, mal ein Trinkgeld geben, sich Namen merken, direkt ansprechen. Man sollte eigentlich schon beim Betreten der Eisdiele erkannt und gegrüßt werden. Der Vorteil: man bekommt mehr Eis. Ob bewusst oder unbewusst, bei Stammkunden greift der Gelatier tiefer in den Bottich. Ich habe beobachtet, dass die Kugelgrößen teilweise um das Doppelte variieren, je nachdem wie die Eiskelle geschwungen wird. Und bei jemanden nettes, den er kennt, lässt sich kein Eismann lumpen.

Man kann die Größe der Kugel aber auch direkt beeinflussen - durch langsames Bestellen. Wenn ich an den Tresen gehe und

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"Das Geld liegt auf der Straße, man muss es nur fallenlassen."
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