Filmtipp: City Of Ember (2008)

Geschrieben von Olaf Lux am Montag, 5. April 2010 um 14:27 in Film
Die Erde ist am Ende, und um die Menschheit zu retten wird tief unter der Erde die Stadt Ember erbaut. Hier sollen die Menschen überleben, bis sie wieder an die Oberfläche kommen können. Und damit dies nicht zu früh geschieht, wird der Weg nach oben in einer geheimen Schatulle verwahrt, die sich automatisch nach 200 Jahren öffnet, um den Menschen in Ember den Weg zurück ans Licht zu zeigen. Blöd nur, wenn diese Schatulle nach 200 Jahren irgendwo im hintersten Schrank liegt und niemand bemerkt, dass sie aufgeht...

City of Ember (=Glut) ist ein unterhaltsamer Fantasyfilm, der mal wieder mit der Idee der unbewohnbaren Welt spielt, aber statt in die weiten des Weltalls in die Tiefe der Erde führt. Und diese Idee funktioniert überraschend gut. Okay, dass Konservendosen nicht 200 Jahre haltbar bleiben...obwohl, hat das mal jemand ausprobiert? Das habe ich mich schon bei Eve und der letzte Gentleman gefragt. Aber egal, es gibt ja auch Gewächshäuser, irgendwie haben sie es halt geschafft. Dennoch gibt der Generator, der die Stadt mit Strom und Licht versorgt, nun langsam den Geist auf, und die größte Angst der Bewohner, dass es für immer dunkel wird, ist durchaus begründet. Zum Glück gibt es junge Menschen wie Lina und Doon, die von sich aus auf die Idee kommen, dass es so nicht weitergehen kann, und dass es einen Weg nach draußen geben muss. Und so begeben sie sich auf die Suche, wobei ihnen die Entdeckung einer seltsamen Schatulle zugute

Filmtipp: Watchmen – Die Wächter (2009)

Geschrieben von Olaf Lux am Sonntag, 27. September 2009 um 20:28 in Film
Ein Superheldenfilm - na toll! Mal was ganz neues.

Ehrlich gesagt kann ich es nicht mehr sehen. Jeder, aber wirklich jeder Superheld wird in sein buntes Kostümchen gesteckt und vor die Kamera gezerrt, selbst so lächerliche Figuren wie Thor, Wonder Woman oder Grüne Laterne kriegen ihren Blockbuster - und die Leute gehen auch noch scharenweise rein, so dass die Filmbosse glauben Oho, Superhelden-Filme sind total beliebt, da müssen wir noch mehr von machen! Also können wir sicher sein, in den nächsten Jahren weiterhin mit Comic-Verfilmungen genervt zu werden, schließlich gibts ja noch Elastoman, Phantom Lady und Oskar die Supermaus. Und und und...

Dann kam Watchmen.

Was soll ich sagen - neben Sin City und 300 einer der besten Comic-Verfilmungen überhaupt. Doch wo erstere durch ihren Stil und die ausgefallene Präsentation glänzten, wirkt Watchmen durch seine total abgedrehte, geniale Story. Und natürlich durch die Superhelden - die eigentlich gar keine sind...

Ohne zuviel zu verraten: wie die Helden in Watchmen portraitiert werden ist schlichtweg brillant. Ebenso die visuelle Darstellung, die zwischen unfreiwillig komisch und absichtlich abgekupfert schwankt, dabei nicht selten die Grenzen der Karikatur austestet und manchmal sogar überschreitet. Die Super-Fähigkeiten halten sich dafür angenehm zurück - natürlich. Vom Großen Schlumpf mal abgesehen, aber dazu später. Dazu genug futuristische Gadgets, um den visuell Fixierten etwas zu bieten, genug knappe Latex-Suits, um den sexuell Fixierten zu befriedigen und genug ansehnliche Spezial-Effekte für das dicke Ende...ääh...große

Filmtipp: Shortcut to Happiness (2004)

Geschrieben von Olaf Lux am Freitag, 5. Juni 2009 um 14:38 in Film
Der Teufel und Daniel Webster gilt als einer der bedeutendsten Fantasy-Filme der 40er-Jahre, ein expressionistisches Juwel der Zeit, dramatisch erzählt und mit Oscar-prämierter Musik. Im Grunde die alte Geschichte vom Faust, der versucht, mit dem Teufel einen Vertrag zu schließen. Daraus ließe sich doch sicher auch im moderneren Gewand ein guter Film machen, dachte sich wohl Alec Baldwin, und wagte sich an seine erste Regiearbeit. Um das Debut in trockende Tücher zu legen, übernahm er kurzerhand die Hauptrolle selbst, engagierte dazu Anthony Hopkins, seinen alten Rivalen aus Auf Messers Schneide, garnierte die Nebenrollen mit Größen wie Dan Aykroyd, Kim Cattrall und Jennifer Love Hewitt - fertig ist der Kassenschlager namens Shortcut to Happiness!

Tja, leider nicht, denn was wir uns da mühsam 2 Stunden lang angeschaut haben, hat mit der Vorlage nicht mehr viel gemein. Stattdessen hangelt man sich durch eine Komödie à la Teuflisch, in der der Teufel ein sexy Weib ist, Anthony Hopkins nur gegen Ende einige längere Szenen hat und Alec Baldwin ernsthaft versucht, eine Person zu spielen, die im Verlauf des Filmes 15 Jahre älter wird.

Ich meine, habt Ihr Euch Alec Baldwin in letzter Zeit mal angesehen? Also, den alt gewordenen Typen kann er ja noch gut darstellen, aber den jungen, erfolglosen Single - ich bitte Euch. Aber auch alle anderen Figuren des Films sieht man in keinster Weise an, dass so ein langer Zeitraum verstreichen würde. Da dies aber zum zentralen Thema des Films gehört, stört es

Filmtipp: Hellboy – Die goldene Armee (2008)

Geschrieben von Olaf Lux am Donnerstag, 26. Februar 2009 um 21:45 in Film
Hellboy - Die Goldene Armee hat das Problem, das oftmals 2te Teile brillanter Filme ereilt - man will den Erstling um jeden Preis toppen, hat aber nur 90min Zeit dazu. Was meistens dazu führt, dass der 2te Teil zuviel versucht und zuwenig schafft. Außerdem fehlt das Überraschungsmoment, da man im Grunde Figuren, Plot und Idee bereits kennt und lediglich ein weiteres Abenteuer zu erwarten hat.

Dennoch vermag Guillermo del Toro mit Hellboy 2 eine kurzweilige, opulente und augenzwinkernde Comic-Verfilmung abzuliefern, die vor allem durch ihre Visualität punktet. Tolle Tricks, abwechslungsreiche Sets, coole Gadgets - man hat eigentlich immer etwas zu sehen und zu entdecken. Trotzdem ertappt man sich dabei, bei diversen Szenen unwillkürlich an Indiana Jones, Herr der Ringe oder Pans Labyrinth zu denken. Klar sieht der Böse wie ein leicht vernarbter Legolas aus, sicher könnte der Trollmarkt auch ein Stadtteil von Coruscant aus Star Wars sein, und dass Cathedralhead irgendwie Ähnlichkeit mit dem Kinderfresser aus Pans Labyrinth hat bleibt unbestritten. Aber was solls, Hauptsache der Film macht Spaß.

Und das macht er, denn die coole zynische Art Ron Perlmans kommt einfach schön rüber. Nichts kann ihn wirklich schocken, weder Millionen Zahnfeen, noch deutsche Protoplasma-Kollegen oder gar die zickige Freundin Selma Blair. Sehr gelungen auch die Vorgeschichte mit dem jungen Hellboy, ansprechend erzählt und liebevoll umgesetzt. Der Aspekt der Enthüllung Hellboys durch die Öffentlichkeit kommt leider etwas kurz, aber wie gesagt, wie will man das alles in 1 1/2 Stunden packen, wenn es noch um den halben Erdball zu reisen und

Filmtipp: Die Sieben Schwerter (2005)

Geschrieben von Olaf Lux am Dienstag, 30. Dezember 2008 um 21:26 in Film
Ok, Tsui Hark ist natürlich ein Name. Und nach Tiger & Dragon, Hero und Houes of Flying Daggers weiß man, dass die Chinesen gelernt haben, auch dem westlichen Publikum zu gefallen. Und nun stand da Die Sieben Schwerter im Regal, mit Donnie Yen war auch ein charismatischer Darsteller dabei, wieso also nicht (Gerüchte, meine Frau habe etwas mit dem Ausleih dieses Streifens zu tun, sind maßlos übertrieben, sie hat einen hervorragenden Filmgeschmack und steht viel mehr auf Jackie Chan).

Der Film fängt eigentlich ziemlich...mies an. Vorspann nur auf Chinesisch, ein Sprecher erzählt kurz, dass der böse Herrscher die Kampfkunst verboten hat und für den Kopf jedes Schwertkämpfers soundsoviel Gold springen lässt. Tja, und nun marodieren die Herden durch die Dörfer und köpfen Männer, Frauen, Kinder für den Profit. Sehr brutal und wenig nachvollziehbar - aber okay. Die Bösen sind halt böse. Dass sie aber wie eine moderne Motorradgang gekleidet, gepierced und tätowiert sind, wirkt schon etwas befremdlich. Dazu fuchteln sie noch mit Phantasiewaffen herum, werfen mit fliegenden Schilden um sich und halten sich für cool. Fand ich etwas unpassend für das Genre.

Nun wurde ganz China enthauptet und das Kopfgeld kassiert. Moment, ganz China? Nein, ein kleines chinesisches Dorf leistet erbitterten widerstand, denn hierher flüchtete der Großmeister der Schwertkunst, und aus Dankbarkeit gibt er ihnen das Rezept für den Zaubertrank...quatsch. Nein, er bietet ihnen seine Hilfe und die seiner Schüler an. Denn hoch oben auf den Bergen wohnen die 7 Zwerge...ääh..die 7 Schwerter, jeder ein Meister seiner Zunft und mit einem

Filmtipp: Mein Freund der Wasserdrache (2007)

Geschrieben von Olaf Lux am Mittwoch, 24. September 2008 um 21:23 in Film
Endlich der Beweis - das berühmte Foto von Nessie ist eine Fälschung! Was natürlich nicht bedeutet, es gäbe keine Seeungeheuer. Wer allerdings die Wahrheit über diese ganze Geschichte hören möchte, muss sich schon nach Schottland begeben und dem alten Angus im örtlichen Pub ganz hinten ein Ale ausgeben - vielleicht erzählt er Euch ja dann, wie es wirklich war...

Während des Krieges findet der kleine Angus ein Ei zwischen den Klippen, aus dem schon bald ein kleines wiederspenstiges Wesen schlüpft, dass irgendwie gar nicht wie ein bekanntes Tier aussieht. Es hat ständig Hunger, mag es Unruhe zu stiften und wächst über Nacht auch schon mal um ein paar Meter - kurz es ist ein Wasserdrache. Angus zieht es mithilfe seiner älteren Schwester groß, immer in der Gefahr, von Mama oder den stationierten Soldaten entdeckt zu werden. Irgendwann wird klar - die Seeschlange muss ins Meer, um glücklich zu werden. Doch bis dahin müssen noch kläffende Tölen, gierige Jäger, obskure deutsche U-Boote und übereifrige Haubitzenschützen überwunden werden...

Mein Freund der Wasserdrache ist ein unterhaltsamer Abenteuer- und Märchenfilm für Groß und Klein, der zwar nicht wirklich Neues bringt, aber dennoch Spaß macht. Kleine Kinder und Tiere - was kann man da falsch machen. Der Wasserdrache

Klassiker: Krull (1983)

Geschrieben von Olaf Lux am Sonntag, 14. September 2008 um 14:28 in Film
Nachdem mein Versuch, die Helden meiner Jugend wieder auferstehen zu lassen mit Der Tag des Falken ja einen herben Rückschlag erhielt, wagte ich mich dennoch an einen weiteren Fantasy-Klassiker aus alten Tagen. Krull weckte in etwa ähnliche Erinnerungen wie o.g. Film, doch nun war ich vorbereitet und auf alles gefasst. Würde ich wieder enttäuscht werden? Schalten Sie auch nächste Woche wieder ein, wenn...

Nein, Krull war nicht ganz so schlimm, aber auch hier waren die Sande der Zeit nicht sehr gnädig gewesen. Kindliche Augen sehen halt doch anders als erwachsene. Und da muss ich leider sagen, dass auch bei Krull die Kostüme, die Sets und Ausstattung antiquiert wirken. Für eine reine Fantasiewelt jedoch durchaus noch im Rahmen, und verschiedene Szenen wie die Spinnenhöhle oder der Sumpf kommen immer noch recht gut rüber. Auch die Effekte sind für die damalige Zeit durchaus passabel, ob es nun fliegende Feuerpferde, einäugige Speerwerfer oder 5-Klingenschwerter betrifft.

Die Story ist nach wie vor simple aber überzeugend: unser Held muss eine Schar Gefährten verschiedenster Couleur um sich scharen, um die schöne Prinzessin aus den Händen des bösen ekligen Monsters zu befreien. Und ich muss sagen diese Raidgruppe steht den Ring-Gefährten in nichts nach: ein strahlender Held adliger Herkunft, eine Schar Gauner mit guten Herzen und scharfen Klingen, ein weiser Seher, ein Magier mit seinem Adepten, ein Hexenmeister, der sich aber meist selbst verhext, sowie ein Zyklop mit einem tragischen Geheimnis. Statt Orks gibt es die fiesen Slayer zu bekämpfen,

Filmtipp: In 80 Tagen um die Welt (2004)

Geschrieben von Olaf Lux am Dienstag, 9. September 2008 um 20:42 in Film
Wie um alles in der zu umrundenden Welt packt man Jackie Chan in einen allzu westlichen Romanstoff, der auch schon zu Genüge mit David Niven (1956) und Pierce Brosnan (1989) verfilmt wurde? Ganz einfach, schließlich liegt China auf der Route, also gibt man Jackie Chan die (vermeintliche) Nebenrolle des eifrigen Dieners Passepartout, der gerade die Bank von England überfallen hat und nun eine Mitfahrgelegenheit ins Land des Lächelns sucht. Steve Coogan als Phileas Fogg nimmt den unerschrockenen Chinesen gern in seine Dienste, braucht er doch sowieso Ersatz für den letzten angesichts seiner verrückten Erfindungen entschwundenen Angestellten.

Und so geht es via französische Ateliers, orientale Expresse, indische Märkte und chinesische Dörfer bis nach Amerika, und von da aus ist es ja sowieso ein Klacks. Tja, wären unterwegs nicht korrupte Bobbys, intrigante Triaden, steirische Türken und die zerrinnende Zeit zu überwinden.

Ein vergnüglicher Abenteuer-, Spaß- und Action-Film mit kindgerechten Kung Fu-Einlagen des Drunken Master, skurrilen

Klassiker: Der Tag des Falken (1985)

Geschrieben von Olaf Lux am Donnerstag, 4. September 2008 um 19:10 in Film
Nicht immer überstehen die Filme unserer Kindheit und Jugend das Knabbern des Zahnes der Zeit unbeschadet. Der Tag des Falken von Richard Donner leider auch nicht. Was habe ich den Film geliebt damals. Mit Matthew Broderick und seiner flapsigen Art konnte man sich wunderbar identifizieren. Und die blutjunge, wunderschöne Michelle Pfeiffer hat mir sicher zahllose Nächte geraubt. Und Rutger Hauer - der Held meiner Jugend. Was habe ich Die Brut des Adlers oder Blinde Wut geliebt. Mindestens genauso wie Der Tag des Falken. Und nun habe ich Angst, mir die anderen beiden erneut anzuschauen...

Okay, man muss Filme immer im zeitlichen Kontext sehen. Stil, Darsteller, Special Effects sind immer auch ein Spiegel der Zeit, in der der Film gedreht wurde. Und dennoch gibt es Klassiker, die auch heutzutage nichts von ihrem Flair und ihrer Bedeutung verloren haben. Conan zum Beispiel wird man auch in 100 Jahren noch bedenkenlos als Mutter der modernen Sword&Sorcerer betrachten und genießen können. Ebenso wird man auch in 100 Jahren noch problemlos King Kong und die weiße Frau schauen können, ohne durch die alten Stop Motion-Tricks peinlich berührt zu werden. So wurde das damals eben gemacht.

Der Tag des Falken aber tut heute weh beim Schauen. Und das liegt zum großen Teil an der völlig unpassenden

Filmtipp: The Dark Knight (2008)

Geschrieben von Olaf Lux am Sonntag, 31. August 2008 um 14:17 in Film
Dass The Dark Knight an der Kinokasse brummte, war nach dem grandiosen Batman Begins ja vorherzusehen. Und eigentlich konnte man ja nichts falsch machen, waren doch (fast) alle Darsteller wieder dabei - was bei Batman ja nicht immer der Fall ist. Christian Bale ist für mich DER Batmandarsteller überhaupt, Michael Caine als Alfred fantastisch, Morgan Freeman als hauseigener Q eigentlich überflüssig aber ganz witzig, Gary Oldman als Inspektor Gordon wundervoll besetzt. Katie Holmes wurde leider durch Maggie Gyllenhaal ersetzt, die von Typ her völlig anders rüberkommt. Ansonsten taucht in jeder Nebenrolle ein bekanntes Gesicht auf, sei es Eric Roberts, William Fichtner oder Michael Jai White. Hinterlässt ein bisschen den Eindruck Wir wollen alle mal in nem Batman mitspielen, gib mir mal ne Rolle. Hmm...

Tja, und dann die Schurken. Cillian Murphy darf als Scarecrowe nochmal durchs Bild laufen, Aaron Eckhart spielt einen tollen Harvey Dent/Two-Face und Heath Ledger als Joker - nun ja. Bin ich jetzt ein Spielverderber, wenn ich sage: solide, aber nicht mehr. Sich die Haare zottelig wachsen lassen, Narben und Schminke drüber und ein bisschen Sabbern beim Kichern und Sprechen - ich fand das jetzt nicht oscarverdächtig. Ohne Frage gut und fies und schurkig, durchgeknallt und diabolisch, okay. Aber ich glaube, wenn Heath Ledger noch leben würde, sähen auch andere nur eine Rolle in dem Joker. So ist es jetzt DIE Rolle seines Lebens - es sei ihm gegönnt.

Erfreulich ist die Überlänge des Films, sodass die komplexe Story ohne verwirrende Sprünge und Kürzungen erzählt werden kann. Erfreulich auch die FSK 16, ein Batman für Erwachsene halt. Mord und Tod wird allerdings ziemlich belanglos hingenommen, und wo bei einem Rambo sogleich jemand die Getöteten zählen und hochhalten würde, geht man hier

Filmtipp: Ghost Rider (2007)

Geschrieben von Olaf Lux am Montag, 18. August 2008 um 18:13 in Film
Und noch eine Marvel-Comic-Adaption fürs Kino. Und was hat Ghost Rider nicht schon für Häme und Schelte geerntet. Doof, langweilig, albern, Nicolas Cage. Kann ja nix werden. Hmm, wir haben uns den Film jetzt angeschaut und ich finde - ordentliche Action-Unterhaltung mit tollen, neuen Effekten und durchaus treffender Besetzung. Nicht mehr und nicht weniger.

Überhaupt Nicolas Cage. Warum hacken die eigentlich so auf ihm rum in letzter Zeit? National Treasure 1 + 2 sehr unterhaltsam, Next innovativ und tolle Idee, Tricks eine Paraderolle. Also, ich mag ihn, auch wenn er immer ein bisschen weinerlich schaut. So ist er nunmal. Man wirft ja auch Peter Falk nicht vor, dass er schielt. Und dass er jetzt den Ghost Rider spielt...immer noch besser als Superman... Also Cage jetzt, nicht Falk.

Worum gehts: Johnny Blaze (Nicolas Cage) verkauft seine Seele dem Teufel (Peter Fonda), um seinen Vater vor dem Krebs zu retten, doch der Teufel spielt unfair. Nun wartet Johnny seit Jahren darauf, dass der Teufel seine Seele einfordert, dabei vertreibt er sich und der Welt die Zeit mit waghalsigen Motorradstunts, bei denen selbst Evel Knievel die Haare zu Berge gestanden hätten, hätte dieser nicht einen Helm getragen. Selbst fieseste Stürze überlebt er ohne Kratzer, wohlwissend, dass der Herr der Finsternis ihm Freifahrt gewährt, bis dieser ihn braucht. Nun, und diese Zeit ist gekommen, als einige Jungteufel sich selbständig machen wollen und Angst und Schrecken und so weiter, man kennt das. Also schlägt Papa Teufel Johnny einen neuen Deal vor: Du wirst mein Seeleneintreiber sprich Ghost Rider, dafür kriegst Du deine eigene Seele

Filmtipp: Mr. Magoriums Wunderladen (2007)

Geschrieben von Olaf Lux am Sonntag, 3. August 2008 um 13:45
Welches Kind geht nicht gern in den Spielzeugladen. Ich erinnere mich noch genau, dass man selbst längste Einkaufstouren der Eltern, inkl. neuer Sandalen und Pollunder, stoisch über sich ergehen ließ in der Gewissheit, dass es anschließend noch in die Spielzeugabteilung von Hagemeyer ging. Das war für uns das Zentrum der Einkaufspassage, ach was sag ich, das Zentrum des Universums. Und immer, aber auch immer durfte man sich etwas aussuchen - Danke, Mama und Papa, ich hab Euch lieb!

Aber selbst einen Spielzeugladen zu besitzen - da sind wir nie drauf gekommen. Wieso eigentlich nicht? Komisch. Dustin Hoffman als kauziger Mr. Magorium jedenfalls kam drauf und betreibt seit 100 Jahren oder so den ultimativen Spielzeugladen mitten in der hektischen Großstadt. Dass es ein magischer Spielzeugladen ist, in dem sich die Spielsachen von selbst bewegen, Türen in die obskursten Räume führen und das magische Einkaufsbuch selbst die ausgefallensten Wünsche erfüllt, scheint niemanden zu wundern - die Eltern nicht und die Kinder sowieso nicht.

Natalie Portman hat es auch akzeptiert, dass einem die Teddys hinterherschauen und Papierflieger bis zu 10min fliegen können; sie leitet den Laden und den Verkauf, wogegen Mr. Magorium eigentlich nur umherflaniert und mit den Kindern spielt, lacht und Freude verbreitet. Doch da Mr. Magorium nun schon seit Jahren sein letztes Paar Schuhe trägt und demnach bald gehen wird, will er den magischen Laden an die kleine Natalie übergeben, die aber eigentlich Pianistin werden will, und überhaupt Mr. Magorium darf nicht gehen! Dennoch wird der staubtrockene Jason Bateman, liebevoll Der Mutant genannt, als Buchhalter eingestellt, um gewisse Dinge zu regeln. Sehr spaßig, wie dieser es überhaupt nicht

Filmtipp: Angel-A (2005)

Geschrieben von Olaf Lux am Freitag, 25. Juli 2008 um 14:08 in Film
Französische Filme haben ja seit Luc Besson und Jean-Pierre Jeunet eine Art Renaissance erfahren, jedenfalls für mich. Früher waren es eher Komödien mit Louis De Funes oder Thriller mit Belmondo oder Delon, die mich ansprachen, dennoch haftete dem französischen Film immer etwas das Prädikat "künstlerisch wertvoll" an - was soviel bedeutet wie "stinkelangweilig". Doch dann brachten Filme wie Pakt der Wölfe, Amelie und Taxi mal so richtig frischen Wind in die Departements. Mystery-Fantasy, flotte Action und skurrile Liebesfilme, wie man sie vorher noch nie gesehen hatte, ich erinnere nur an Delicatessen, Vidocq oder The Transporter.

Angel-A fällt in die Kategorie skurrile Fantasy-Liebeskomödie - und ist einfach ein toller Film. Grob erzählt geht es um den liebenswerten Verlierer André, köstlich charakterisiert von Jamel Debbouze, der sich am Ende eines völlig verkorksten Tages auf einer Seine-Brücke wiederfindet, um ins Wasser zu gehen. Eine Säule weiter steht jedoch die blonde Traumfrau Angela vor demselben Sprung, und ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage: das war kein Zufall. Schließlich hatte André gerade in einem Stoßgebet zum Himmel um Hilfe gebeten...

Angela, der wahrgewordene Männertraum Rie Rasmussen hat nicht nur Beine bis zum Hals, sie hat auch ein einnehmendes Wesen und für jedes Problem eine Lösung parat, auch wenn diese André nicht immer gefällt. Es gilt Geld aufzutreiben, Schläger abzuwimmeln, Gangster zu beschwichtigen und Hoffnung aufzubauen. Und so nach und nach

Filmtipp: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (2008)

Geschrieben von Olaf Lux am Sonntag, 8. Juni 2008 um 14:13 in Film
Achtung: für eine vernünftige Kritik müssen leider einige Dinge verraten werde, daher: SPOILER-ALARM!

Ich glaube, das Problem von Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels ist, dass es eigentlich ein unnötiger Film ist. Es gab eine abgeschlossene Trilogie mit einem furiosen Ende, die Helden ritten in den Sonnenuntergang - alles perfekt. Wieso also einen vierten Film?

Nun ja, die tolle TV-Serie Die Abenteuer des jungen Indiana Jones hat gezeigt, dass man mit der Figur des Indiana Jones durchaus durch die Epochen springen und spannende, unterhaltsame Geschichten erzählen kann. Und ihn als gealterten Helden in die 50er Jahre zu schmeissen, fand ich eine sehr gelungene Idee. Statt Nazis sind es jetzt halt die Russen des kalten Krieges, die Indi auf der Suche nach dem großen Geheimnis in die Quere kommen. Die Autos sind etwas moderner, die Musik etwas flotter, die Mode etwas geckiger - und unser Held etwas älter und weiser. Dennoch beweist er von Anfang an, dass er immer noch der Mann der Tat ist. Man muss bedenken, dass Indi ja nicht 20 Jahre in seiner Bibliothek eingesperrt war. Er hat vielmehr 20 Jahre lang weitere haarsträubende, gefährliche und ausweglose Situationen (üb-)erlebt, unzählige mystische Geheimnisse erschlossen, gegenüber Tyrannen, Dämonen und Göttern bestanden. Da soll mir keiner sagen, dass er sich nun von Genossin Cate Blanchett, einigen russischen Schlägern oder ein paar Abkömmlingen der Majas aus der Fassung bringen lässt. Im Gegenteil, ich wäre enttäuscht gewesen, wenn man Indi nicht seine innere Überlegenheit angemerkt hätte. Und so konnte ich mich genüsslich zurücklehnen und genießen, wie Harrison Ford die Register seines Könnens zieht, den Russen zeigt, wo die Peitsche hängt und seinem jüngeren Begleiter Shia LaBeouf mehr als einmal die Show stiehlt.

Ich hab mir ja die schlechten Kritiken einiger Leute angesehen - und mich wirklich gewundert, über was die sich aufregen. Da sind einmal die, die sich Hardcore-Fans nennen, und im Grunde immer den gleichen Film wiedersehen wollen. Die haben so eine Schablone im Kopf, und wenn der Film da nicht reinpasst, ist es halt ein Scheißfilm. Diese Leute tun mir echt leid. Noch bedauernswerter finde ich jedoch die Leute, die einen Fantasy-Film nach Logikfehlern durchsuchen, um sich dann darüber aufzuregen. Da regt sich einer auf, weil der Kühlschrank von innen aufgeht. Hallo? Das ist Indiana Jones, der hat gerade eine

Filmtipp: Brothers Grimm (2005)

Geschrieben von Olaf Lux am Montag, 28. April 2008 um 11:35 in Film
Als ich neulich den Fantasyfilm Brothers Grimm von Ex-Monty Python Terry Gilliam in meine Sammlung aufnahm, bekam ich sofort von mehreren Seiten Hohn, Spott und Schelte. Dennoch konnte mir niemand genaueres über den Film sagen, außer solch qualifizierten Aussagen wie Der ist blöd.

Da ich mir gern ein eigenes Bild mache (und ich ihn nunmal erworben hatte :-)), schauten wir uns das Märchenspektakel an und - waren sehr positiv überrascht. Das ist so, als schaute man die lang ersehnte Fortsetzung seines Lieblingsfilms - und wird enttäuscht. Nur andersrum. Wir erwarteten einen blöden Film - und wurden auch enttäuscht. Positiv enttäuscht sozusagen.

Wir wussten allerdings, dass Brothers Grimm a) kein klassischer Märchenfilm und b) keine Dokumentation über die Sprachwissenschaftler Wilhelm und Jakob Grimm war. Wäre wohl auch ein etwas langweiler Stoff für einen Spielfilm. Ich hatte auch schon ein paar Bilder gesehen und allein Monica Bellucci als Spiegelkönigin ist es wert, den Film zu sehen.

Ansonsten ist die Story natürlich frei erfunden, aber nicht so blöd wie alle behaupten. Die Gebrüder Grimm (Matt Damon und Heath Ledger) ziehen von Dorf zu Dorf, um sich die schaurigen Märchengeschichten der Leute anzuhören - und dann Profit daraus zu schlagen. Sie inszenieren mit einigen Helfern und technischem Hokuspokus die örtliche Sage nach und überzeugen die Dorf-Ältesten, den Spuk, das Monster, die böse Hexe zu vertreiben. Gegen eine angemessene Entlohnung selbstverständlich. Im Grunde sind sie gewitzte Betrüger, die sich den Aberglauben der Menschen zunutze machen, um als mutige Geisterjäger aufzutreten und nach getaner Heldentat noch die Dorfschönsten abzuschleppen. Ok, das wird dem ein oder anderen Germanisten wohl nicht gefallen haben...

Allerdings treffen sie in dem fiktiven Örtchen Marbaden auf die echte Märchenwelt, und die ist alles andere als romantisch. Hier verschwinden seit einiger Zeit Mädchen im Wald, von lebenden Bäumen und bösen Wölfen wird gemunkelt, und die leider in etwas Ungnade gefallenen Grimm-Brüder bekommen den Auftrag, mal

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