Filmtipp: Bruchreif (2009)

Geschrieben von Olaf Lux am Montag, 14. Juni 2010 um 14:27 in Film
Roger Barlow (Christopher Walken) ist verliebt. Unsterblich verliebt in eine unbekannte Schöne, und seine Ehefrau weiß nichts davon. Jeden Tag, wenn er zur Arbeit geht, himmelt er stundenlang seine Angebetete an, er kann einfach die Augen nicht von ihr lassen. Doch plötzlich und unvermittelt bricht seine Welt um ihn zusammen - seine große Liebe soll verliehen werden - und auch noch nach Dänemark!

Natürlich ist Roger ein grundehrlicher, treuer Mann, der keineswegs seine Frau nicht liebt oder fremdgeht. Nein, er hat sich nur unsterblich verliebt - in ein Bild! In das Bild einer jungen Frau eines wenig bekannten Malers, welches in dem Museum hängt, in dem er als Wachmann arbeitet, und welches nun im Rahmen eines Kunstaustausches für unbestimmte Zeit nach Dänemark gehen soll. Ebenso wie der Großteil der restlichen Kunstwerke in dem Museum. Und so fällt ihm plötzlich sein Kollege Sam (Morgan Freeman) auf, der leise weinend vor dem Bild einer Frau mit ihren Katzen steht, ebenso unglücklich darüber, "sein Kunstwerk" zu verlieren. Als die beiden dann noch auf einem Überwachungsvideo den Nachtwächter George (William H. Macy) entdecken, wie dieser nachts heimlich nackt um die Bronzestatue eines Jünglings tanzt, wissen sie, sie sind nicht allein mit ihren Obsessionen.

Und sie müssen unbedingt etwas unternehmen.

Bruchreif schwankt zwischen den Genres Komödie, Drama und Einbruchsthriller hin und her, bleibt aber zu jedem Zeitpunkt liebenswert, aber leider auch vorhersehbar. Natürlich haben es die Museumsmitarbeiter nicht allzu schwer, einen Kunstraub im eigenen Hause zu planen, doch das Alter und ihr Gewissen kommen ihnen mehr als einmal in die Quere. Dazu müssen noch skeptische Ehefrauen, misstrauische Möbelpacker und nackte Ex-Marines überwunden werden. Die drei Filmgrößen stellen ihre Parts treffend dar, vor allem

Filmtipp: Ninja - Revenge Will Rise (2009)

Geschrieben von Olaf Lux am Freitag, 28. Mai 2010 um 23:08 in Film
Kürzlich haben es ja mal wieder einige Vertreter des Genres Ninjafilm ins Kino bzw. in die Videotheken geschafft, und als alter Fan und Wurfsternschmeißer habe ich mir mal Ninja - Revenge Will Rise angetan, auch wegen den guten Kritiken, die ich gelesen hatte. Und Sho Kosugi in Ehren, wenn wir ehrlich sind, waren die 80er-Jahre Ninjafilme durchweg eher krude Kost, obwohl sehr kurzweilig und interessant. Es war halt ein neues Genre, Ninjas waren cool und geheimnisvoll, es gab plötzlich Ninjutsu-Schulen in Deutschland und man konnte sich in jedem besseren Kaufhaus Ninjaschwerter und Shuriken kaufen. Dann ebbte diese Welle ab und Ninjas tauchten nur noch sporadisch angedeutet in Form vermummter Meuchelmörder oder schwarz gekleideter Cyberwarrior auf.

Wie es jetzt zum Revival kam, entzieht sich meiner Kenntnis, jedoch muss ich sagen, dass die Filmemacher nicht viel dazugelernt haben. Warum ist es nicht möglich, einen guten, realistischen Ninjafilm zu drehen? Okay, weil in einem realistischen Ninjafilm keine Ninjas zu sehen wären, schließlich können die Jungs sich unsichtbar machen. Aber Spaß beiseite, ich finde es wirklich schade, dass es niemand hinbekommt, einen schönen, epischen, historischen Ninjafilm zu machen im Stil von Shogun oder Last Samurai. Die Geschichte eines Ninjaklans, die im Geheimen leben und wirken, sich den Kriegsfürsten verdingen und Spionage- und Mordaufträge ausführen, schöne Kulissen, alte Kostüme, epische Schlachten und realistische Kämpfe. Hach, werde ich so einen Film noch erleben?

Zurück zu diesem Ninjafilm hier. Der ist wirklich über die Maßen blöd, dass man sich fast Lee van Cleef zurückwünscht. Erstmal spielt er natürlich in der Gegenwart, wo Ninjaschulen ja eher selten sind, aber okay. Dass der Lieblingsschüler des Meistern ein Amerikaner ist, na gut. Dass der Klassenprimus natürlich dann eifersüchtig und böse wird und mal eben die Hälfte der Schüler inkl. einige der Lehrer (die es ja eigentlich draufhaben sollten) abmurkst und dann natürlich auch den Meister besiegt - puuh. Aber so

Filmtipp: Iron Man 2 (2010)

Geschrieben von Olaf Lux am Mittwoch, 19. Mai 2010 um 20:01 in Film
Warum war Iron Man eigentlich so erfolgreich, war es doch nichts weiter als ein weiterer Superheldenfilm in einer Zeit, in der es (fast) nichts anderes zu sehen gibt. Superman, Batman, Spiderman, Hulk, X-Men, Fantastic Four, Hellboy, Punisher, Blade, um nur einige zu nennen, von denen es bereits mehrere Ableger gibt. Dazu noch Daredevil, Catwoman, Spawn, Watchmen, Hancock, Spirit, Phantom, Elektra, Ghostrider….

Ich glaube, Iron Man war so erfolgreich, weil die Entstehungsgeschichte des Helden so cool war. Da ist dieser smarte aber doch fast unsympathische weil total eingebildete Waffenproduzent, der sich plötzlich in Gefangenschaft wiederfindet und sich dann diesen groben, coolen Kampfanzug schmiedet, um den Bösen den Arsch zu versohlen. Das kam irgendwie gut rüber.

Nur leider gibt es in Iron Man 2 keine Entstehungsgeschichte mehr, denn den Anzug, den Helden gibt es bereits, es ist sogar mittlerweile bekannt, wer dahinter steckt, und Robert Downey Jr. verkörpert diesen exzentrischen, völlig von sich eingenommenen Typen sehr treffend. Jetzt will das Militär ihn dazu zwingen, den Anzug rauszurücken, damit eine US-Armee von Eisenmännern erschaffen werden kann. Aber er will nicht. Er ist DER Iron Man, da soll’s keine anderen geben.

Aber Moment: da kommt dann Mickey Rourke ins Spiel, der Bösewicht des Films. Und siehe da, da haben wir auch wieder unsere coole Entstehungsgeschichte, nämlich die des Schurken, wie er sich seinen eigenen Anzug zusammenschraubt, um sich an Iron Man zu rächen, weil dessen Vater mit seinem Vater und Konkurrenz und ausgebootet und so weiter ist ja auch egal. Jedenfalls bringt Mickey Rourke ebenso viel Präsenz und Kraft auf’s Zelluloid wie unser Held, und die Kämpfe der beiden kommen auch ziemlich

Filmtipp: Robin Hood (2010)

Geschrieben von Olaf Lux am Mittwoch, 19. Mai 2010 um 19:43 in Film
Klassiker sterben nie aus, und so kann man sicher sein, in regelmäßigen Abständen Neuverfilmungen von Dracula, Tarzan oder Jesse James präsentiert zu bekommen, sei es als millionenschwerer Blockbuster, als trashiger B-Movie oder als Zeichntrickversion.

Hier trifft es nun mal wieder Robin Hood, den alten Sehnenzupfer, der König der Diebe, der es den Reichen nimmt, um es den Armen zu geben, die personifizierte Reichensteuer sozusagen. Und wie schon früher mit Douglas Fairbanks, Errol Flynn, Sean Connery oder Kevin Costner, übernimmt wieder ein ganz Großer seiner Zeit die Titelrolle – Russel Crowe. Und wie schon bei Gladiator, Ein gutes Jahr und Der Mann, der niemals lebte führt wieder Ridley Scott Regie – das bürgt schon mal für Qualität.

Vorab – der Film ist gar nicht so schlecht. Keine Helden in Strumpfhosen wie anno dazumal, keine Bryan Adams Musik zum kumpeligen Zeltlager wie bei Costner. Eher Gladiator im Mittelalter, dreckig, heftig, realistisch. Aber das ist auch das Manko - es wirkt ein bisschen wie Gladiator Teil 2. Optik, Aufbau, Charakterisierungen, alles geschickt bei sich selbst geklaut, der Herr Scott. Und betrachtet man Russel Crowe erkennt man kaum einen Unterschied in den beiden Rollen. Dennoch ist er überzeugend und sehr präsent, was auch der fantastischen deutschen Synchronstimme zu verdanken ist. Die weiteren Rollen der bekannten Namen der Sage (Little John, Bruder Tuck, Will Scarlet, Alan a’ Dale, der Sheriff, der König) sind allesamt passend klischeehaft gefüllt, Mark Strong als Fiesling, William Hurt als weiser Ritter und Max von Sydow als Sir Walter Loxley überzeugen noch am meisten in ihren Parts.

Was man dem Film zugute halten muss – er erzählt nicht die altbekannte Geschichte, sondern sozusagen die Vorgeschichte dazu, wie Robin Hood zum Gesetzlosen wurde. Was in anderen Verfilmungen nur angedeutet wurde, ist hier das Hauptthema, nämlich die Herkunft des Helden, sein Leben bevor er zum Forstwirt des Sherwood Forest wurde. Klar, eine Liebesgeschichte muss rein, also

Filmtipp: Der Mann, der niemals aufgibt (1977)

Geschrieben von Olaf Lux am Mittwoch, 5. Mai 2010 um 21:53 in Film
Als mein großer Bruder damals Ende der 70er seinen ersten VHS-Videorekorder hatte, gab es bei uns 3 Videokassetten. Eine davon wurde immer wieder mit dem aktuellen TV-Programm überspielt und war dementsprechend abgenudelt. Auf die beiden anderen hatte mein Bruder zusammen mit einem Kumpel vier zeitgenössische Actionkracher kopiert. Das war damals gar nicht so einfach, muss man wissen. Nicht mal eben einloggen und bei Emule runterladen. Oder die DVD online ausleihen und eine „Sicherungskopie“ brennen. Nein, man musste das 10kg schwere Gerät zu einem Kumpel schleppen, der ebenfalls einen Videorekorder besaß und dann mittels eines sündhaft teuren Überspielkabels den Film in Echtzeit duplizieren. Das war natürlich ebenso verboten wie Raubkopien heute. Nur wurde damals noch nicht mit 5-jährigen Haftstrafen gedroht. Nach wie viel Monaten kommen Kinderschänder noch mal auf Bewährung raus, um ihren neuen Job im Kindergarten anzutreten? Ich schweife ab…

Also da waren diese 2 heiligen Kassetten mit dem Besten, was die Videothek damals zu bieten hatte: Rocky, Convoy, Mad Mex – The Blackfighter und…..Der Mann, der niemals aufgibt. An diesen Titel erinnerte ich mich nun im Rahmen einer Clint Eastwood-Retrospektive und war sehr erfreut, dass man ihn auf DVD leihen konnte. Und trotz meiner eher negativen Erfahrungen mit den Helden der Vergangenheit, freute ich mich darauf, diesen alten Schinken mal wieder zu sehen.

Was soll ich sagen – ruckzuck war ich wieder drin und konnte teilweise die Dialoge wieder mitsprechen. Tja, bei nur 4 Filmen, die man nahezu täglich geschaut hat, wurden schon einige Synapsen bleibend geprägt. An eines konnte ich mich allerdings nicht mehr richtig erinnern: wieso einem als Jugendlichem nicht auffällt, wie unlogisch dieser Film ist.

Ich meine, die Story ist ja nicht so ungewöhnlich: ein Bulle soll einen wichtigen Zeugen abholen und zum Gericht bringen. Der Zeuge stellt sich als hübsche Blondine heraus, die unserem Helden natürlich (anfangs) das Leben schwer macht. Dann tritt der

Filmtipp: Die nackte Wahrheit (2009)

Geschrieben von Olaf Lux am Samstag, 1. Mai 2010 um 12:46 in Film
Katherine Heigl ist die clevere, erfolgreiche TV-Produzentin, die allerdings für jeden %-Punkt in der Einschaltquote über Leichen geht, wobei ihr Liebesleben natürlich extrem leidet. Besser gesagt hält es kein Mann bei ihr aus, da sie einfach der totale Kontrollfreak ist, und alles und jeden mit ihrer Art vergrault.

Nun kommt Gerard Butler ins Spiel, der einmal mehr beweist, dass er der bessere Hugh Jackman ist, als er smart und unverblümt mit seiner Talkshow in den Sender kommt und für himmlische Quoten sorgt. Dass es in seiner Sendung eigentlich nur darum geht, wie die lieben, guten Männer sich gegen die bösen, fiesen Frauen zur Wehr setzen können, und um Tipps, wie man jede Frau ins Bett kriegt, stößt unserer Produzentin natürlich sauer auf.

Aber es kommt wie es kommen muss, sie verliebt sich in…den Nachbarn. Jahaa, nicht in Gerard Butler, den kann sie ja nicht ausstehen. Sie verknallt sich also in den gutaussehenden, gutverdienenden Nachbarn, hat aber keine Ahnung, wie sie den für sich gewinnen soll, ohne dass dieser gleich schreiend das Weite sucht. Und so fragt sie schweren Herzens den Fachmann, ihren Erzfeind, um Rat…

Die nackte Wahrheit ist eine gelungene Liebes- und Situationskomödie, die mit dem Klischee Männer+Frauen=geht nicht spielt und gleichzeitig das Thema Freundschaft zwischen den Geschlechtern aufgreift. Manchmal nah an der Schwelle zum Klamauk (ich sag nur

Filmtipp: Gesetz der Rache (2009)

Geschrieben von Olaf Lux am Samstag, 1. Mai 2010 um 12:31 in Film
Was macht ein Familienvater, der erst mit ansehen muss, wie Frau und Kind ermordet werden, und anschließend eröffnet bekommt, dass die Staatsanwaltschaft mit dem Haupttäter einen Deal gemacht hat, um den Mitläufer sicher einzulochen?

Richtig, er schickt ein Gebet an Charles Bronson und nimmt die Justiz selbst in die Hand. Heraus kommt ein politisch völlig unkorrekter Actionthriller namens Gesetz der Rache, in dem Gerard Butler einmal mehr beweist, dass er der bessere Clive Owen ist. Natürlich gibt so ein Stoff nicht allzu viele Möglichkeiten, sich einen Schauspiel-Oscar zu verdienen, aber allein sein Auftritt bei der eigenen Gerichtsverhandlung lässt einen vom Sofa aufspringen und jubeln. Jamie Foxx als zwiespältiger Staatsanwalt hat leider auch wenig Plattform für Außergewöhnliches, dafür ist es schön Colm Meaney mal wieder ohne Starfleet-Uniform in Aktion zu sehen.

Gesetz der Rache ist spannend und blutig, der Held geht nicht zimperlich um mit seinen Opfern und es wird gerade soviel nicht gezeigt, um die FSK16 zu behalten. Jigsaw selbst hätte seine Freude dran. Dass er seine Vergeltung dann auf alle an dem Prozess Beteiligten ausweitet, ist zwar etwas krass und schlecht nachvollziehbar, aber hey – das ist Film, der darf das. Und dass man sich permanent fragen muss, wie er das nun überhaupt gemacht hat, wo er doch gerade selbst in U-Haft sitzt, gibt dem

Filmtipp: Das Königreich der Yan (2008)

Geschrieben von Olaf Lux am Freitag, 30. April 2010 um 20:03 in Film
Ein bisschen auf der Welle neuerer erfolgreicher Hongkong-Epen à la Tiger&Dragon, Hero oder Red Cliff surfte Das Königreich der Yan in meinen DVD-Player in der Hoffnung, sich lange genug über Wasser zu halten, ohne sogleich in der Versenkung zu verschwinden.

Leider gelingt es dem Film aber nicht vollkommen auf Kurs zu bleiben, obwohl mit Donnie Yen ein bekannter und charismatischer Vertreter der Kung Fu-Kunst für gehörigen Auftrieb sorgt, der den Film zuweilen sogar bis in den Himmel hebt.

Ansonsten geht es mal wieder um irgendeinen Bürgerkrieg irgendwelcher verfehdetden Häuser, was sich in ansehnlichen Schlachten und hinterlistigen Intrigen darstellt, die man so oder besser bereits in Red Cliff gesehen hat. Erfrischend jedoch die Story um die unvermittelt zur Herrscherin berufene kleine knuffige Prinzessin, die jetzt plötzlich ihren Karateka stehen muss und sich auf einmal allein im Wald mit einem mysteriösen (aber attraktiven) Heiler und Erfinder wiederfindet, der ihr nicht nur das Leben rettet, sondern auch noch den Kopf verdreht…

Insgesamt ein durchschnittlicher, unterhaltsamer Eastern mit gewohnt spektakulären Kämpfen und schönen Landschaften, der jedoch an die wirklichen Größen des Genres (s.o.) nicht heranreichen kann. Es gibt aber durchaus schlechtere Filme.

Filmtipp: Zombieland (2009)

Geschrieben von Olaf Lux am Freitag, 30. April 2010 um 19:52 in Film
Woody Harrelson stellt sich in den Eingang eines Supermarktes, greift nach hinten und holt eine abgesägte Schrot….nein, er holt ein Banjo hervor!? Und beginnt darauf zu fiedeln, bis der erste Zombie hungrig um die Ecke lugt und auf ihn zustürmt. Woody rennt ihm entgegen, holt mit dem Banjo aus und POFFF, spritzt das Zombiehirn durch den Laden. Na, wenn das nicht der Zombiekill-of-the-week war…

Nein, der Zombiekill-of-the-week ging diese Woche bereits an Mrs. Cynthia Knickerbocker und ihre Klavierfalle! Tadaa!!!

So ungefähr muss man sich Zombieland vorstellen, die köstlichste Zombiekomödie seit Shaun of the Dead. Nachdem die Menschheit durch BSE-verseuchte Hamburger zu mordenden Bestien mutierten, versuchen die letzten Überlebenden…naja, zu überleben eben.

So auch Jesse Eisenberg, ein unscheinbarer Student mit RDS, der nur aufgrund seiner selbst erfundenen Regeln so lange überlebt hat. Z.B. Regel #1: körperliche Fitness

Ein fetter Junge rennt über ein Footballfeld, ein Zombie hinter ihm her. 30, 40, 50 yards, da kann er nicht mehr, der Zombie holt ihn kurz vor der Endzone ein und Touchdown!!! Das sind 6 Punkte und 200 Pfund frisches Menschenfleisch für die Untoten…

Die wirklich gelungene Komödie weiß hervorragend zu unterhalten, in lustigen Rückblicken und

Filmtipp: The Code - Vertraue keinem Dieb (2009)

Geschrieben von Olaf Lux am Samstag, 10. April 2010 um 21:42 in Film
Manchmal komisch, wenn Schauspiel-Größen wie Morgan Freeman und Antonio Banderas in Filmen mitspielen, die dann gar nicht ins Kino kommen, sondern klammheimlich irgendwann als DVD-Release in der Videothek stehen und man hat niemals vorher von ihnen gehört. Andererseits aber auch schön, ab und zu mal einen Film zu finden, den man völlig unvoreingenommen ansehen kann, ohne durch Trailer, Kritiken und Promotion schon vorher zu wissen, wie er ausgeht. Auch wenn dieser Film nicht immer perfekt ist.

The Code ist ein Gaunerfilm, ein Rififi-Thriller über zwei Diebe, die gemeinsam einen unmöglichen Coup abziehen wollen. Morgan Freeman, der weise Gentleman-Dieb, der schon alles gesehen und gemacht hat, Antonio Banderas als cleverer Heißsporn, der auch mal ein Risiko eingeht. Zusammen wollen sie in einen megasicheren Tresor einbrechen, um 2 Fabergè-Eier zu stehlen. Dazu müssen sie nicht nur unzählige Sicherheitssperren überwinden, sondern sich auch mit russischen Wachleuten und hartnäckigen Cops herumschlagen. Robert Forster ist der Detective, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, Morgan Freeman das Handwerk zu legen. Und er ahnt, dass hier was im Busche ist...

Leider muss man sagen, dass The Code zwar unterhaltsam, aber nicht besonderes originell ist. Filme über ausgeklügelte Einbrüche gibt es viele, und da ist es natürlich logisch, dass dieselben Zutaten auch hier auftauchen. Handscanner, Stimmerkennung, Infrarotstrahlen, Stahltüren und Sicherheitscodes - all das mussten schon andere überlisten, um an das große Geld oder den wertvollen Kunstschatz zu gelangen. So auch hier, wobei es natürlich alles etwas modern und zeitgemäß abläuft - ein 2-stündiger Werbespot

Filmtipp: City Of Ember (2008)

Geschrieben von Olaf Lux am Montag, 5. April 2010 um 14:27 in Film
Die Erde ist am Ende, und um die Menschheit zu retten wird tief unter der Erde die Stadt Ember erbaut. Hier sollen die Menschen überleben, bis sie wieder an die Oberfläche kommen können. Und damit dies nicht zu früh geschieht, wird der Weg nach oben in einer geheimen Schatulle verwahrt, die sich automatisch nach 200 Jahren öffnet, um den Menschen in Ember den Weg zurück ans Licht zu zeigen. Blöd nur, wenn diese Schatulle nach 200 Jahren irgendwo im hintersten Schrank liegt und niemand bemerkt, dass sie aufgeht...

City of Ember (=Glut) ist ein unterhaltsamer Fantasyfilm, der mal wieder mit der Idee der unbewohnbaren Welt spielt, aber statt in die weiten des Weltalls in die Tiefe der Erde führt. Und diese Idee funktioniert überraschend gut. Okay, dass Konservendosen nicht 200 Jahre haltbar bleiben...obwohl, hat das mal jemand ausprobiert? Das habe ich mich schon bei Eve und der letzte Gentleman gefragt. Aber egal, es gibt ja auch Gewächshäuser, irgendwie haben sie es halt geschafft. Dennoch gibt der Generator, der die Stadt mit Strom und Licht versorgt, nun langsam den Geist auf, und die größte Angst der Bewohner, dass es für immer dunkel wird, ist durchaus begründet. Zum Glück gibt es junge Menschen wie Lina und Doon, die von sich aus auf die Idee kommen, dass es so nicht weitergehen kann, und dass es einen Weg nach draußen geben muss. Und so begeben sie sich auf die Suche, wobei ihnen die Entdeckung einer seltsamen Schatulle zugute

Filmtipp: Cargo - Da draußen bist du allein (2009)

Geschrieben von Olaf Lux am Montag, 5. April 2010 um 13:18 in Film
Ein schweizer Science Fiction Film? Das ist ja für sich schon interessant. Aber der Trailer versprach auch noch visuell ein Erlebnis, dass Hollywood in nichts nachstehen sollte. Auf jeden Fall mal etwas Abwechslung vom üblichen SF-Einheitsbrei, den man in letzter Zeit zu sehen bekommt - von Avatar mal abgesehen.

Zur nicht weiter ausgefallenen Story: die Erde ist mal wieder unbewohnbar geworden, die Menschen hausen zusammengepfercht auf schmuddeligen Raumstationen, nur wer das nötige Kleingeld hat oder Glück beim Lotto, darf auf Rhea leben, der einzig erreichbare bewohnbare Planet, ein Paradies, aber die Reise dorthin dauert Jahre.

Laura möchte dahin zu ihrer Familie und heuert auf einem Frachtschiff an, um genug Geld zu verdienen. Die Tour soll Bauteile für eine Raumstation j.w.d. liefern und dauert 8 Jahre hin und zurück. Die meiste Zeit davon liegt man im Kälteschlaf, nur einer hat immer 8 Monate Wachdienst, bis dann der nächste dran kommt. So lange allein auf einem riesigen Raumschiff, da kann man sich schon mal Geräusche und Schatten und sowas einbilden. Es sei denn, es ist noch jemand an Bord, von dem niemand weiß...

Zu allererst einmal - Respekt! Für den ersten schweizer SF-Film und den ersten Film von Regisseur Ivan Engler überhaupt, besticht Cargo von Anfang an durch Atmosphäre und phänomenaler Optik. Sicher, die Anleihen bei Alien, Cube und Matrix sind unübersehbar, wenn man jedoch bedenkt, dass die Dreharbeiten allein 9 Jahre gedauert haben, muss man die Ideen wirklich loben und anerkennen, dass hier die beklemmende Athmosphäre von Sunshine vorweg genommen wurde. Leider wirkt der Film in Phasen langatmig, da die wenigen guten Action-Szenen einfach zu kurz geraten sind. Hier hätte ein bisschen mehr Tempo und Dramatik durchaus nicht geschadet. Die Darsteller sind durchweg gut im Rahmen ihrer doch ziemlich begrenzten Rollen, wobei Claude-Oliver

Filmtipp: Returner (2002)

Geschrieben von Olaf Lux am Samstag, 20. März 2010 um 13:07 in Film
Also, mal wieder ein japanischer Film. Hmm, ein Science Fiction. Anleihen bei Matrix, Terminator, E.T., Independence Day, sagen alle anderen. Egal, man kann ja nicht immer Pech haben...

Aber was heißt hier Pech, immerhin spielt Takeshi Kaneshiro mit, der japanische Orlando Bloom, der uns schon in Red Cliff sehr beeindruckte. In Returner - Kampf um die Zukunft ist er noch ein bisschen jünger und hübscher, und mindestens ebenso fotogen und präsent wie im epischen Red Cliff. Und als einziges bekanntes Gesicht trägt er den Film mühelos durch die meist rasante Hatz auf Gangster, Aliens und vorlaute Mädels aus der Zukunft.

Zum Plot und zur Story will ich gar nicht viel erzählen (siehe Anleihen oben), dennoch löst sich Returner weit genug von den Vorlagen ab, um eine eigene, interessante Geschichte zu erzählen. Schon dadurch, dass das Ufo mal nicht im mittleren Westen der USA landet, sondern in Japan, bieten sich ganz andere Möglichkeiten des Erzählens, die für sich natürlich wieder ausgesprochen klischeehaft sind, aber für uns Westler dennoch wohltuend anders rüberkommen. Und als Hauptfigur letztlich ein junges aber toughes Mädchen zu wählen anstatt eines Elite-Ninja-Einzelkämpfer-Soldaten - angenehm anders.

Die Optik ist passabel, die Effekte ganz okay, die Action gewohnt spektakulär, Explosionen, Schießereien, Martial Arts halten sich die Waage, dazu einige skurrile Ideen und eine zigarrenrauchende Ass-Kick-Oma, genug um 2 Stunden zu unterhalten ohne

Filmtipp: Watchmen – Die Wächter (2009)

Geschrieben von Olaf Lux am Sonntag, 27. September 2009 um 20:28 in Film
Ein Superheldenfilm - na toll! Mal was ganz neues.

Ehrlich gesagt kann ich es nicht mehr sehen. Jeder, aber wirklich jeder Superheld wird in sein buntes Kostümchen gesteckt und vor die Kamera gezerrt, selbst so lächerliche Figuren wie Thor, Wonder Woman oder Grüne Laterne kriegen ihren Blockbuster - und die Leute gehen auch noch scharenweise rein, so dass die Filmbosse glauben Oho, Superhelden-Filme sind total beliebt, da müssen wir noch mehr von machen! Also können wir sicher sein, in den nächsten Jahren weiterhin mit Comic-Verfilmungen genervt zu werden, schließlich gibts ja noch Elastoman, Phantom Lady und Oskar die Supermaus. Und und und...

Dann kam Watchmen.

Was soll ich sagen - neben Sin City und 300 einer der besten Comic-Verfilmungen überhaupt. Doch wo erstere durch ihren Stil und die ausgefallene Präsentation glänzten, wirkt Watchmen durch seine total abgedrehte, geniale Story. Und natürlich durch die Superhelden - die eigentlich gar keine sind...

Ohne zuviel zu verraten: wie die Helden in Watchmen portraitiert werden ist schlichtweg brillant. Ebenso die visuelle Darstellung, die zwischen unfreiwillig komisch und absichtlich abgekupfert schwankt, dabei nicht selten die Grenzen der Karikatur austestet und manchmal sogar überschreitet. Die Super-Fähigkeiten halten sich dafür angenehm zurück - natürlich. Vom Großen Schlumpf mal abgesehen, aber dazu später. Dazu genug futuristische Gadgets, um den visuell Fixierten etwas zu bieten, genug knappe Latex-Suits, um den sexuell Fixierten zu befriedigen und genug ansehnliche Spezial-Effekte für das dicke Ende...ääh...große

Filmtipp: Inglourious Basterds (2009)

Geschrieben von Olaf Lux am Sonntag, 20. September 2009 um 17:39 in Film
Während des zweiten Weltkriegs formiert der von Indianern abstammende Lt. Aldo Raine eine alliierte jüdische Spezial-Einheit, die im okkupierten Frankreich guerillamäßig jeden Nazi killt, der ihr über den Weg läuft. Dabei gehen sie brutal und rücksichtslos vor, skalpieren ihre Opfer und lassen wenige mit in die Stirn geschnitzten Hakenkreuzen laufen, um in der deutschen Truppe Angst und Schrecken zu verbreiten.

Als sie davon erfahren, dass in einem Kino in Paris der neueste Propagandafilm Joseph Goebbels' gezeigt werden soll, beschließen sie, während der Premiere das Kino mit allen hochdekorierten Gästen und Offizieren in die Luft zu sprengen. Dabei ist ihnen jedoch stets der "Judenjäger" genannte SS-Standartenführer Hans Landa auf den Fersen...


Soweit zur Handlung in Kürze. Jeder andere amerikanische Regisseur hätte sich nun einen Hollywoodstar gesucht, der den Aldo Raine spielt, eine handvoll kerniger, bekannter US-Nebendarsteller (einen großen mit Bürstenschnitt, einen Schwarzen, einen jungen, der zuviel redet und einen etwas schüchternen mit Brille), die die Basterds heroisch verkörpern, dazu jede Menge unbekannte, blonde Darsteller für die Nazis, die überzeugend "Halt!" "Heil Hitler!" und "Schweinehund!" bellen können - und los gehts...

Nicht so Quentin Tarantino. Und bereits hier möchte ich meinen tiefen Respekt auch vor dem Mut des Meisters bekunden, für den ausgefeilten, absolut überzeugenden Cast, den er hier zusammengetragen hat. Da werden natürlich sämtliche Deutschen von deutschsprachigen Darstellern gespielt und französische Rollen mit Franzosen besetzt. Und ich spreche hier nicht von unwichtigen Nebenrollen, sondern von tragenden Haupt- und markanten Nebenrollen. Und mit Brad Pitt als Aldo Raine stellt Tarantino so nebenbei sicher, dass auch das amerikanische Publikum sich dem Film nicht vollkommen entziehen kann, denn Brad Pitt ist und

O-Ton des Tages

"Dicke Kinder sind schwerer zu kidnappen."
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