Der Pokal hat seine Regel oder Der Runde muss ins Ovale

Geschrieben von Olaf Lux am Dienstag, 18. Mai 2010 um 23:53 in Tagebuch
Ich war Fußballgucken. Zum allerersten Mal. Berlin, Pokal-Endspiel Bayern gegen Bremen. Also so in echt, nicht im Fernsehen. Olympiastadion, Block N, Reihe 8, Sitz 8. Das war eine beeindruckende Erfahrung, selbst für mich Fußballlaien.

Wie kam es nun dazu? Nun ja, ich war übers Wochenende bei meinem besten Freund Björn in Berlin, und obwohl dieser eine Einladung zu dem Spiel hatte, sagte er meinetwegen ab. Freundschaft verlangt auch manchmal Opfer…

Aber Blasetorte, einen Tag vorm Spiel bekam er erneut die Einladung – plus eine Karte für mich. Und nun konnte ich mich natürlich nicht darum drücken und musste wohl oder übel den Samstagabend mit 75.411 Fußballfans verbringen. Freundschaft verlangt auch manchmal Opfer…

Nein, war gar nicht schlimm, war toll. Denn wir hatten V.I.P.-Karten. Das bedeutet, anstatt mit der gröhlenden, feuchtfröhlichen Masse ins Stadium zu schieben und sich mit einem Bier und einer Bretzel für je 3,50EUR warmzuhalten, wurden wir am Eingang begrüßt und nach kurzem Check-In zur V.I.P.-Zeltstadt geladen. Dort musste man nun seinen V.I.P.-Ausweis zeigen, bekam ein gelbes Bändchen ums Handgelenk und damit Eintritt in das grüne Zelt. Ist ja logisch. Kleine süße Hostessen begrüßten uns mit Sekt und führten uns zum reservierten Bereich, in dem wir uns warm und wohlig auf das Spiel vorbereiteten, indem wir uns am üppigen

"Hilfe, ich habe ein Hobby!" ODER "Fußball ist kein Killerspiel!" ODER "Ich spiele World of Warcraft, ihr werdet alle sterben!"

Geschrieben von Olaf Lux am Mittwoch, 8. Juli 2009 um 16:23 in Allgemein
Ich habe einen Bekannten, der interessiert sich für Sport. Nicht aktiv, aber als Zuschauer. Er interessiert sich vornehmlich für Fußball, in der Bundesliga kennt er sich hervorragend aus. Er kennt fast alle Spieler und weiß, wie der Trainer von welchem Verein heißt. Selbst die verrücktesten Spielertransfers und Trainerentlassungen bringen ihn nicht aus dem Konzept. Und sogar über die 2. Liga kennt er sich ziemlich gut aus. Er schaut halt alle Fernsehreportagen, die so kommen, hat sich extra Premiere bestellt und verpasst so kein Tor. Doch er interessiert sich auch für internationalen Fußball, Champions League und so, er freut sich schon sehr auf die WM 2010 in Südafrika. Er spart schon seit der letzten WM, um da hinfliegen zu können. Wie gesagt, er interessiert sich für Fußball.
Aber auch für Tennis, Radsport, Formel 1. Er steht nachts auf, wenn die in Japan fahren, oder in Brasilien. Jetzt, zur Tour de France, hat er sich Urlaub genommen, um alle Etappen in voller Länge verfolgen zu können. Letztes Jahr hatte er zur Fußball-EM Urlaub. Das Jahr davor zu Wimbledon, und nächstes Jahr ist ja klar – Südafrika.
Bei meinem Bekannten läuft eigentlich immer Eurosport oder DSF, rund um die Uhr. Springreiten kann auch ganz interessant sein, wenn man sich ein bisschen informiert und auskennt. Und auch Golf, Snooker oder Segeln sind faszinierende Sportarten.
Am Wochenende geht er auch oft auf den Fußballplatz. Live kommt das ja ganz anders rüber. Er war schon auf Schalke, als die Bayern da waren. Aber dieses Jahr nicht, er muss ja sparen. Aber sein Ortsverein liegt auch im Mittelfeld der Kreisliga. Den feuert er gerne an, und anschließend geht’s noch mit den Kumpels in die Kneipe, den Sieg feiern (oder die Niederlage verkraften).
Mein Bekannter gilt als beliebt und gesellig, ein dufter Typ mit tollen Hobbys.

Ich interessiere mich für das Internet und Computer. Und für World of Warcraft. Es macht mir Spaß, am PC zu sitzen und zu spielen, gerne auch mal eine Stunde länger. Oder einfach mal sinnfrei ein Ballerspiel zu zocken. Nebenbei höre ich via iTunes Musik, handele auf Ebay, tausche bei Tauschticket oder bestelle bei Amazon etwas. Auf Spiegel Online lese ich die

Mel-O-Graphic: Der verspätete Ski-Helm

Geschrieben von Olaf Lux am Samstag, 17. Januar 2009 um 14:24 in Mel-O-Graphics
Selbst in einem Kaufhaus wie Hagemeyer in Minden kann es zuweilen vorkommen, dass einmal kein Kunde durch die Sportabteilung streift, dass keine Ware ausgepackt oder umdekoriert werden muss - dass man eine Minute Zeit für sich hat.

Und bei eben dieser Gelegenheit bricht dann die künstlerische Ader meiner Frau durch - sie muss dann einfach kreativ werden. Doch was tun, wenn Pinsel, Leinwand oder Zeichenblock fern sind? Richtig, das nächstbeste Stück Papier hergesucht, einen Bleistift zur Hand und los gehts.

So entstehen oft kurzweilige, luxige, vielsagende und pointierte Momentaufnahmen, die nicht selten einen Bezug zu dem Beruf des Sportfachverkäufers aufweisen.

So z. B. das Mel-O-Graphic: Der verspätete Skihelm (bitte mit dem Cursor über das Bild gehen)

Besser arm dran als Kopf ab
Hier sieht man einen Kunden nach dem letzten Ski-Urlaub, wie er sich nach Helmen erkundigt - etwas spät. Das Tragische an der Geschichte - seit Jahren versuchen meine Frau und ihre Kollegen vergeblich, den Ski-Urlaubern die Wichtigkeit eines Ski-Helmes darzulegen, doch es muss erst ein bekannter Politiker mit einer armen Frau zusammenstoßen, damit wirklich ein Bewusstsein für sowas entsteht. Tatsache ist, nach dem Unfall in den Medien kauften die Leute wie doll und verrückt Ski-Helme, bei Hagemeyer gibt es schon fast keine mehr und die Hersteller melden bereits Lieferschwierigkeiten. Tja, scheinbar muss man seinen Kopf erst unterm Arm tragen, bevor man merkt, dass man ihn braucht.

Naja, besser spät als nie...

"Ich liebe Deutsche Land"

Geschrieben von Olaf Lux am Dienstag, 24. Juni 2008 um 20:15 in Allgemein
Jetzt ist es passiert: Deutschland trifft im Halbfinale auf die Türkei.

Da ist ja im Hause Lux Konkurrenz vorprogrammiert. Ich möchte natürlich, dass unsere Jungs endlich mal wieder einen Titel holen, meine Frau fände es aber viel schöner, wenn ihre Jungs gewinnen.

Und wie drückt man in der Öffentlichkeit seine favorisierte Zuneigung aus? Richtig - mit einem Fähnchen an der Autoscheibe. Also haben wir jetzt auf der linken Seite die deutsche Fahne und auf der rechten die türkische. Sieht toll aus, kommt ziemlich polyglott rüber - und sorgt auch noch für interessante Reaktionen.

Und ich muss es leider sagen - hier verlieren die Deutschen. An der Ampel, auf dem Parkplatz vor Aldi oder einfach so beim vorbeifahren - stiere Blicke voller Unverständnis und Abneigung. Tiefe Falten auf den deutschen Stirnen, wie man das bloß vermischen kann. Kann sich da einer nicht entscheiden? Oder will er sich bei beiden Parteien lieb Kind machen? Oder gar ein Franzose, dem es sowieso egal ist, wer gewinnt?

Ganz anders dagegen die freudigen Blicke unserer türkischen Stadtmitbewohner. Da wird gehupt und gewunken und hinterhergerufen, immer mit einem Lächeln auf den Lippen, auch wenn man mich als offensichtlich nicht-türkisch gewahrt. Das nenne ich Fairplay, Fes ab meine Herren.

Ich finde es eh nicht gut, wie die Medien jedes Spiel zu einem Krieg heraufstilisieren. Da werden Rivalitäten geschürt, die

Filmtipp: Das größte Spiel seines Lebens (2005)

Geschrieben von Olaf Lux am Freitag, 1. Februar 2008 um 19:34 in Film
Ich mag Sportfilme.

Sportfilme können wirklich packend sein (siehe Der Unbesiegbare weiter unten), historische Sportfilme, wie z. B. Die Stunde des Siegers, haben den zusätzlichen Reiz der Geschichte. Und wenn es nun noch ein historischer Sportfilm über Golf ist - was will ich mehr...

Das größte Spiel seines Lebens
ist die wahre Geschichte von Francis Oiumet, eines unterprivilegierten Jungen, der gegenüber eines der ersten Golfplätze Amerikas wohnt und sich als Caddy ein paar Cents dazuverdient. Wie sich herausstellt ist er jedoch ein Naturtalent, und gegen alle Konventionen erhält er die Unterstützung eines jungen Geschäftsmannes, dessen Tasche er gelegentlich trägt und des alten, weisen Platz- und Schlägerwartes, der sein Talent sofort erkannt hat.

Es kommt zu den 6. US-Open, und Open bedeutet, es darf eigentlich jeder mitspielen, wenn er sich qualifiziert - und die Startgebühr aufbringen kann. Und nach einigem hin und her und Disput mit Papa, der natürlich will, dass sein Ältester etwas vernünftiges lernt, steht Francis plötzlich auf der Teilnehmerliste neben all seinen Idolen und nun gehts auch schon los.

Bill Paxton, den wir eher als

Filmtipp: Unbesiegbar (2006)

Geschrieben von Olaf Lux am Montag, 17. Dezember 2007 um 20:08 in Film
Habt Ihr gewusst, dass Rocky auf der Lebensgeschichte eines Footballspielers basiert? Jedenfalls kommt einem unweigerlich der Gedanke, wenn man sich nach dem Genuss von Unbesiegbar die DVD-Extras reingezogen hat. Jeder weiß: Rocky war ein kleiner Amateurboxer aus der Arbeiterklasse Philadelphias, der die einmalige Chance erhielt, gegen den Weltmeister zu boxen, auch wenn es nur als Publicity-Gag gedacht war. Und da kommt Vince Papale ins Spiel...

Vince Papale (Mark Wahlberg) spielt in seiner Freizeit Football, mit seinen Kumpels auf nem Hinterhof. Sie alle sind Fans der Philadelphia Eagles, der örtlichen Profi-Football-Mannschaft, die allerdings Mitte der 70er Jahre, in denen der Film spielt, ganz unten ist, sowohl was die Leistung der Spieler, als auch was die Unterstützung der Fans betrifft. Da kommt ein neuer Trainer (Greg Kinnear) in die Stadt und hat eine Idee: ein offenes Training, bei dem jeder zeigen kann, was er drauf hat, mit der Option, einen richtigen Platz in der Mannschaft zu bekommen. Und was auch hier als Publicity-Gag gedacht war, um die Fans wieder zu mobilisieren, wird zur Sport-Legende, denn einer der Mutigen ist Vince Papale. Sagen wir mal so: ohne jemals ernsthaft Football gespielt zu haben, hat er das Spiel jedoch im Blut, er ist motiviert, kann einstecken - und

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"Ich glaube nicht, dass verheiratete Männer länger leben als Frauen, es kommt ihnen nur länger vor."
Sir Peter Ustinov

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